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Ehrennadel für Peter Sester

Neujahrsempfang Ehrennadel für Peter Sester

Das neue Jahr begann in Bad Segeberg mit einem Traditionsbruch: Der Neujahrsempfang fand nicht am ersten, sondern am zweiten Sonnabend statt. Grund zur Freude gab es trotzdem. Unter anderem bei Peter Sester. Der langjährige Vorsitzende der Lebenshilfe erhielt die Ehrennadel der Stadt.

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Peter Sester (Mitte), langjähriger Vorsitzender der Lebenshilfe, erhielt aus den Händen von Bürgervorsteherin Ingrid Altner und Bürgermeister Dieter Schönfeld die Ehrennadel der Stadt Bad Segeberg.

Quelle: Patricia König

Bad Segeberg. Bürgermeister Dieter Schönfeld und Bürgervorsteherin Ingrid Altner begrüßten über 150 Gäste, der Bürgermeister hielt seine wahrscheinlich kürzeste Neujahrsansprache, die Musiker der Band „Stillos?!“ erfrischten zwischen den Reden und Ehrungen mit ihrem schwungvollen Mix aus Rock, Pop und Evergreens und bis auf einen fast beabsichtigten Fauxpas ging alles reibungslos über die Bühne.

 Die Schlange war wieder lang beim Defilee in den Bürgersaal. Wie gewohnt wurde jeder der Gäste aus Vereinen, Verbänden, Wirtschaft, Kirche und Politik vom Bürgermeister und seiner Frau sowie der Bürgervorsteherin per Handschlag an der Eingangstür begrüßt – eine Tradition, die der Stimme der hörbar erkälteten Ingrid Altner in diesem Jahr etwas zusetzte. Doch das hinderte die erste Bürgerin der Stadt nicht daran, in ihrer gewohnt herzlichen Art einige denkwürdige Zitate vorzulesen und Gäste von nah und fern mit persönlichen Worten zu bedenken. Neben dem ehemaligen Bürgervorsteher Bruno Haaks würdigte Altner auch die Anwesenheit Dr. Henning von Storchs, der aus Mecklenburg-Vorpommern zum Empfang angereist war. Bei seiner Vorstellung mit den Worten „und ganz besonders begrüßen möchte ich den Bürgermeister von Bad Segeberg“ zögerte sie mit Blick auf Schönfeld einen kurzen Augenblick, das Wort „ehemaliger“ hinzuzufügen – und löste damit allgemeines Gelächter aus.

 Der Amtsinhaber trug es mit Fassung und beschränkte sich im Anschluss in seiner Rede auf zwei Schwerpunkte: die Finanzkrise und die Flüchtlingskrise. Während der Begriff „Krise“ für den Konsolidierungshaushalt der Stadt durchaus zutreffe, betonte Schönfeld, dass er in Bezug auf die Flüchtlinge nicht gelte. Trotz aller Schwierigkeiten seien die Anforderungen des Vertrages mit dem Land erfüllt worden, und das solle auch so bleiben. Die Landesmittel plus Zuschüsse brächten immerhin Einnahmen von über 507000 Euro in die Stadtkasse. Insgesamt seien es schon 18,3 Millionen Euro, die das Land an Schuldenhilfe gezahlt habe. „Dafür müssten wir 37 Jahre lang sparen“, erklärte Schönfeld. Trotz aller Sparmaßnahmen ständen die Dauerverlustbetriebe Hallenbad, Fledermauszentrum Noctalis und Stadtbus aber nicht zur Disposition, versprach er.

 In Sachen Flüchtlingsunterbringung habe es für alle 170 Neuankömmlinge im vorigen Jahr ein neues Zuhause in Mietwohnungen oder durch Neubaumaßnahmen gegeben. Für die Hälfte der weiteren rund 270 Menschen, die 2016 erwartet würden, gebe es zwar noch keine Lösung; aber auch da sei er durchaus zuversichtlich. Erfreulich sei auch, das Bad Segeberg in 2015 erstmals die 17000-Einwohner-Marke überschritten habe. Das sei den Neubaugebieten in der Stadt geschuldet, ebenso wie den vielen barrierefreien Wohnprojekten, aber auch den Investitionen in die Kindertagesstätten und Schulen der Stadt. Diese insgesamt gute Wohn- und Arbeitsqualität werde hoffentlich noch weitere Gewerbeansiedlungen bewirken. Deswegen sei es immer lohnenswert, sich haupt- und ehrenamtlich für Bad Segeberg zu engagieren. „Dazu möchte ich alle einladen.“

 Schönfelds Appell war eine Überleitung für die nun folgende Ehrung, die Ingrid Altner vornahm. Sie verlieh nach einer kurzen, aber prägnanten Laudatio über sein Wirken und Schaffen als Sozialpädagoge, Direktor der Trave-Schule und langjähriger Vorsitzender der Lebenshilfe Peter Sester die Ehrennadel der Stadt. „Sie haben die Inklusion gelebt“, betonte Altner, bevor sie ihm die Nadel ans Revers steckte. Sester zeigte sich überrascht, aber sehr erfreut über diese besondere Auszeichnung, bedankte sich beim Ältestenrat der Stadt und seiner Nachfolgerin Silvia Johannsen. „Denn du hast mich ja wohl vorgeschlagen.“ Zum Abschluss erklärte der heutige Leiter des Inklusionsbüros in Wahlstedt: „Es wird mir eine Verpflichtung sein, mich auch weiterhin um behinderte Menschen zu kümmern und mich für sie zu engagieren.“

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