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Wirtschaftsförderung 2.0

Neuorganisation Wirtschaftsförderung 2.0

Segeberg zählt zu den wirtschaftsstärksten Kreisen – nicht wegen, sondern trotz der Wirtschaftsförderung des Kreises, unken Spötter angesichts vieler Pannen, Pausen und Personalrochaden. Jetzt nahm der Kreis einen neuen Anlauf und organisiert die Förderungsgesellschaft WKS mit Maike Moser neu.

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Die Juristin Maike Moser (44) führt seit einigen Monaten die WKS.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Der Kreis baute seine Tochterfirma um und setzte eine Powerfrau an die Spitze. Ein erster Erfolg: Die Wirtschaftszentren an der A7 und im Raum Bad Segeberg ziehen jetzt mit.

 „Den Neuanfang zu machen, war ein komplexeres Thema, als wir dachten“, atmete Landrat Jan Peter Schröder während der Kreistagssitzung durch. Denn der Kreis hat gleichzeitig sein Portfolio an Tochtergesellschaften aufgeräumt. Übrig bleiben nur die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WKS) sowie die Berufsbildungszentren in Bad Segeberg und Norderstedt als Anstalten öffentlichen Rechts. Beteiligungsfirmen wie für die Verkehrsplanung oder für Hilfen für die angeschlagene Sparkasse sind nicht mehr nötig oder wurden umorganisiert.

 Auch die Wirtschaftsförderung benötigte den Umbau. So hatte ihr immer zu schaffen gemacht, dass die Zentren an der Westachse (Nordgate) und im Raum Bad Segeberg (Regionet) lieber für sich arbeiteten, dass es an handelbaren Gewerbeflächen fehlte, dass eine Kooperation mit dem Kreis Pinneberg (WEP) nicht rundlief und platzte – und auch, dass manch Geschäftsführer enttäuschte.

 Das soll mit der neuen WKS-Chefin Maike Moser (44), einer Juristin, ein Ende haben. In wenigen Monaten hat sie gemeinsam mit Kreispolitik und Kreisverwaltung die GmbH auf neue Füße gestellt. Ende August zieht sie mit der Handvoll Mitarbeiter vom abgelegenen Haus der Wirtschaft in das VR-Bank-Gebäude in der Fußgängerzone von Bad Segeberg ein. Das Quartier schrumpft von 500 auf 240 Quadratmeter. „Das passt genau“, sagt Moser. Über den Aufsichtsrat sitzen jetzt auch Norderstedt und Bad Segeberg, vertreten durch die Bürgermeister, mit im Boot. Moser sucht die Kooperationen, plant ein Gewerbeimmobilienportal, mit der Handwerkerschaft die Existenzgründungsförderung, ein Tourismuskonzept und einen Wirtschaftstag.

 All das dürfte nahe an der Erwartungshaltung des FDP-Fraktionschefs Wolfgang Schnabel liegen. Er erhoffte sich von der WKS „eine aggressive Geschäftsführung“.

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Gerrit Sponholz
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