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Noch ein Discounter in Bramstedt?

Netto will an die Holsatenallee Noch ein Discounter in Bramstedt?

Seit einigen Wochen hält sich das Gerücht standhaft: Im ehemaligen Lidl soll Netto einziehen. Seit rund vier Jahren steht das Gebäude Ecke Hamburger Straße/ Holsatenallee leer. Der Discounter Lidl zog bereits 2010 auf die andere Seite der Hamburger Straße in ein größeres Objekt - hat aber bis Ende 2014 noch Miete für das kleinere Gebäude gezahlt. Jetzt kommt Bewegung in die Sache: Im Februar hatte der Eigentümer eine Bauvoranfrage an den Kreis gestellt - er möchte sein Objekt erweitern.

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Kein schönes Bild am Ortseingang der Kurstadt: Seit Jahren steht der ehemalige Lidl-Discounter leer. Wir dort bald Netto einziehen?

Bad Bramstedt. Doch das Bauamt des Kreises Segeberg hat diese Anfrage vorerst abgelehnt. „Großflächiger Einzelhandel ist in diesem Gebiet nicht zulässig“, erklärte Kai Jungjohann von der Bau- und Umweltverwaltung. Der Eigentümer hatte seinem Antrag einen Plan beigelegt, in dem eine Verkaufsfläche von 1300 Quadratmetern vorgesehen ist. „Da es sich um ein Mischgebiet handelt, dürfen die Einzelhandelsgeschäfte nicht größer als 1200 Quadratmeter sein“, so Jungjohann. Die bislang gängige Größe für Discounter beträgt 800 Quadratmeter. Doch vielen Discountern reicht dieser Platz nicht mehr aus. Auch aus diesem Grund ist Lidl vor fünf Jahren umgezogen. „Bei dem Gebiet, in dem Lidl jetzt ansässig ist, handelt es sich um ein Sondergebiet“, sagte Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach. Dort können großflächige Supermärkte gebaut werden.

 Aus sicheren Kreisen ist der Segeberger Zeitung bekannt, dass Netto - eine Edeka-Tochter - in das ehemalige Lidl-Gebäude ziehen möchte. Der Eigentümer lässt sich von der Albersdorfer Firma Thorsten Janns Wohn- und Gewerbebaugesellschaft vertreten. Dort wollte man auf Anfrage allerdings keine Auskunft geben. Auch Hans-Jürgen Kütbach hatte von den Netto-Absichten gehört: „Bisher hat sich der Eigentümer jedoch noch nicht an uns gewandt.“ Wenn das Gebäude erweitert werden soll, gäbe es die Möglichkeit der Stadt, das Baugebiet als Sondergebiet auszuweisen. „Das müsste politisch beraten werden“, so Kütbach.

 Fakt ist: Bad Bramstedt ist mit zwei Aldi- und einem Lidl-Discounter sehr gut versorgt. Im Grenzgebiet zu Fuhlendorf ist außerdem noch ein Norma-Discountmarkt geplant. „Und wir wollen ja noch ein Fachmarktzentrum in Bad Bramstedt, dort soll es auch einen Vollversorger geben“, erklärte der Bürgermeister. Aber auch ohne Norma und das Fachmarktzentrum sei der Bedarf an Discountern in Bad Bramstedt bereits zu 100 Prozent gedeckt. Ein Discounter zusätzlich würde die Versorgung zu 110 Prozent decken - und damit wäre die Obergrenze erreicht. „Bei 110 Prozent beginnt der Verdrängungswettbewerb. Wir wollen, dass der Bestand ausgelastet ist. Wenn dann irgendein anderer Discounter schließen muss, weil er nicht ausreichend Umsatz macht, ist das auch nicht in unserem Sinne“, so Kütbach. Wenn sich allerdings an die Quadratmeterzahl, die in diesem Gebiet vorgesehen ist, gehalten wird, könne die Stadt ohnehin nichts gegen einen weiteren Discounter ausrichten.

 Für das Stadtbild wäre es auf jeden Fall gut, wenn das leerstehende Gebäude bald wieder neue Mieter bekommt. Nachdem Lidl dort auszog, war das Haus von einem Sonderpostenhändler genutzt worden. 2010 brannte der Gebäudekomplex durch Brandstiftung ab. Danach hatte der Eigentümer das Haus wieder aufbauen lassen - und zwar so, dass es wieder als Discounter genutzt werden kann.

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