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Erstmal genug gelbe Säcke

Kreis Segeberg Erstmal genug gelbe Säcke

Das Hick-Hack um die gelben Säcke für Verpackungsmüll im Kreis Segeberg geht weiter. Zwar stellte die Entsorgungsfirma Gollan aus Neustadt in Holstein in einer Verteilaktion an Haushalte im Mai offenbar erst mal genügend leere Beutel zur Verfügung. Doch wie die Bürger künftig welche erhalten, ist weiter unklar.

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Noch sind nicht alle Fragen rund um die gelben Säcke geklärt.

Kreis Segeberg. Gollan und der Müllentsorger Wege-Zweckverband (WZV) wollen sich in den nächsten Wochen zusammensetzen. Vermutlich wird im Herbst über neue Schritte entschieden.

 „Es gibt viele Denkmodelle“, sagt Gollan-Vertriebsleiter Holger Edler. Welche, mochte er nicht sagen. Er wolle Gesprächen mit dem WZV nicht vorgreifen. Der Hintergrund: Gollan und WZV sind sich nicht einig über das Verfahren und die bemötigten Beutel-Mengen, sind aber aufeinander angewiesen. Der WZV ist zwar nur für Hausmüll zuständig, und für Verpackungsmüll die Firma Gollan im Auftrag der Industrie. Gollan und WZV müssen sich aber aus rechtlichen Gründen miteinander abstimmen, dass die Verpackungsentsorgung gut läuft.

 Gollan hatte in den Vormonaten keinen Hehl daraus gemacht, dass die Bürger zu viele leere Beutel benötigen würden. Sie kosten Gollan jeweils rund 3 Cent. Die Firma wollte deshalb die Zahl der kreisweit gut 120 Verteilstellen in Läden und Verwaltungen deutlich reduzieren. Die Beutel wollte Gollan künftig vor allem selbst den Haushalten zustellen: Je zwei Rollen mit jeweils 13 Tüten pro Jahr. Das reicht nach Ansicht des WZV bei weitem nicht aus. Vor allem nicht in größeren Familien. Und bei jenen, die Katzen und Hunde haben, denn die Futterdosen benötigen viel Platz in den gelben Säcken.

 Nach Gollans Ankündigung zur Rationierung rund um den vorigen Jahreswechsel waren viele Segeberger in den 90000 betroffenen Haushalte aufgeschreckt. Manche fürchteten, künftig zu kurz zu kommen, und bestürmten öffentliche Verteilstellen. Die gelben Säcke wurden knapp. Entlastung sollte eine Verteilaktion von Gollan direkt an die Haushalte bringen. Mit monatelanger Verzögerung erfolgte diese nun im Mai. „Sie ist gut gelaufen“, sagt Gollan-Mitarbeiter Edler.

 Auch an den Servicetelefonen des WZV blieb es relativ ruhig. Dort laufen oft die Beschwerden der Bürger zum gelben Sack auf, obwohl der WZV gar nicht zuständig ist. Gollan hat auch ein eigenes Servicecenter geschaltet (Hotline 0800/0465526, E-Mail: gelbersack@gollan.de). Mancherorts soll es allerdings das eine oder andere Problem gegeben haben. Denn die vor Mehrfamilienhäusern abgelegten Rollen haben sich manchmal Bewohner gegriffen, obwohl die Rollen für den Nachbarn gedacht waren.

 WZV-Chef Jens Kretschmner ist erst einmal froh, dass alle Bürger gut mit gelben Säcken versorgt seien. Das habe die Wogen geglättet, meint er. Wohl im Herbst werde Zwischenbilanz gezogen. Und die gut 120 Verteilstationen im Kreis blieben erst mal weiterhin geöffnet.

 Eine liegt in der Amtsverwaltung Bad Bramstedt-Land. Dort liefert die Firma Gollan alle zwei Wochen die übliche Kiste mit 70 Rollen, berichtet Mitarbeiterin Sabine Bruhse. Zuletzt habe die Nachfrage der Bürger etwas nachgelassen. Was ihr auffiel: Das Plastik der Tüten habe mittlerweile wohl eine andere Qualität als früher. „Die neuen rascheln mehr.“ Das bestreitet Gollan-Vertriebsleiter Holger Edler. Auch nach Meinung eines anderen Branchenexperten, den die Segeberger Zeitung befragte, ist das unwahrscheinlich. Die gelben Säcke würden weltweit nur von ganz wenigen Firmen produziert, und die lägen alle in China. Wegen Segeberg, meint der Fachmann, werde dort die Produktion ganz sicherlich nicht umgestellt.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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