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Noch Platz für 30 Jahre Müll

Deponie Damsdorf-Tensfeld Noch Platz für 30 Jahre Müll

Während andere Kreise Probleme haben, langfristig ihren Müll loszuwerden, ist der Wege-Zweckverband (WZV) im Kreis Segeberg in einer komfortablen Lage. Er hat so viele Kapazitäten, dass er sich auf lange Sicht keine Sorgen machen muss - oder sie gewinnbringend an andere abtreten kann.

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Von der inzwischen renaturierten alten Mülldeponie aus schaute sich der Abfallwirtschaftsausschuss des Wegezweckverbandes die derzeit genutzte Abfalllagerstätte an.

Kreis Segeberg. Auf der Zentraldeponie Damsdorf-Tensfeld reicht der Platz nach derzeitigen Berechnungen noch 30 Jahre, um den Müll von Bevölkerung und Unternehmen im Kreis aufzunehmen, berichtete Verbandsvorsteher Jens Kretschmer. 500000 Kubikmeter könne die Deponie noch aufnehmen.

 Vor kurzem hatte die Situation noch anders ausgesehen. Ein Liefervertrag verpflichtete den Kreis, große Mengen von Verbrennungsschlacken aus Hamburg abzunehmen. Doch diesen Vertrag hat der WZV zum Ende des Jahres 2015 gekündigt. Deponieleiter Rainer Betten zeigte den Mitgliedern des WZV-Abfallwirtschaftsausschusses, die zu ihrer Sitzung auf die Deponie gekommen waren, erfreut das Ausmaß der freien Flächen.

 Politiker anderer Kreise dürften neidisch sein. Eine landesweite Erhebung habe festgestellt, dass die Grenzen der Deponien durchschnittlich in knapp zehn Jahren erreicht sind, erklärte Verbandsvorsteher Kretschmer. So stelle sich für andere Kreise die Frage, wo sie ihren Müll lassen. „Einen Standort für eine Deponie zu finden, ist schwerer als eine Stromtrasse irgendwo lang zu legen. Der Aufschrei wäre groß.“

 Angesichts der Engpässe könnte es sein, dass ein Entsorgungsunternehmen seinen Abfall nach Damsdorf liefern möchte, stellte Kretschmer in Aussicht. Ob der WZV darauf eingeht, sei eine Entscheidung in Segeberg. „Es gibt keine rechtliche Verpflichtung, weder anderen Kreisen, noch dem Land gegenüber.“ Falls er auf solch ein Ansinnen eingehe, dann nur gegen eine lukrative Bezahlung. „Es müsste für die Gebührenzahler und den Kreis Segeberg etwas Gutes dabei heraus kommen.“ Bisher gebe es noch keine konkrete Anfrage.

 Verschleudern will der WZV seine Kapazitäten nicht. Auch wenn 500000 Kubikmeter sich nach viel anhören - wenn die voll sind, hat auch der Kreis Segeberg das Problem, dass er eine Deponie suchen oder bauen muss - die niemand bei sich vor der Haustür haben möchte.

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