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Damit die Lichter nicht ausgehen

Notzentrale in Bad Segeberg Damit die Lichter nicht ausgehen

Ohne die Zentrale in Bad Segeberg könnten in Schleswig-Holstein die Lichter ausgehen und Fabriken stillstehen. Denn fällt die zentrale Netzleitstelle von Schleswig-Holstein Netz in Rendsburg mal aus, muss die Mannschaft von Bad Segeberg aus das Netz überwachen und die Leitungen schalten.

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Stefan Krohn (SH-Netz) erläutert die Ausweichnetzleitstelle in Bad Segeberg. Sie springt beim Ausfall der Stromzentrale in Rendsburg ein.

Quelle: Harald Becker

Kreis Segeberg. Die Ausweichnetzstelle öffnete ihre sonst gesicherten Türen jetzt für einen Besuch. Mit Landrat Jan Peter Schröder an der Spitze durften rund 100 Bürgermeister und Lokalpolitiker den Technikstandort von SH Netz anschauen. Das Unternehmen erfüllt mit dem Reservestandort den Grundsatz der „n-1-Sicherheit“ (sprich: n minus eins). Demnach muss die Netzsicherheit auch dann gewährleistet bleiben, falls mal eine Komponente ausfällt. „Von hier haben wir Zugriff auf die etwa 20000 Stromschaltkästen im Land“, erklärte Stefan Krohn, der sonst in Rendsburg seinen Dienst versieht. Dort sind in der Zentrale in Schichten rund um die Uhr 32 Mitarbeiter beschäftigt.

 Von einem reibungslosen Ablauf profitieren auch viele Gemeinden, als Anteilseigner von SH Netz. Vorstandsmitglied Matthias Boxberger ehrte Bürgermeister Thorsten Lange stellvertretend für Wittenborn als den 300. Aktionär. Die Gemeinde hatte kürzlich 22 Aktien im Wert von rund 104000 Euro gekauft. Bei einer Garantiedividende von rund 3 Prozent spült das Investment pro Jahr rund 3300 Euro in die Dorfkasse.

 Großes Interesse zeigten die Politiker am Aufbau von Ladestationen für Elektroautos. Für Gemeinden, die so etwas planen, gibt es Förderungen bis zu jeweils 5000 Euro. Der Topf ist zwar schon fast ausgeschöpft. „Für ganz schnelle Kommunen ist aber noch Geld vorhanden“, erklärte Anna Günther von der Muttergesellschaft HanseWerk AG.

 Die SH Netz selbst investiert in den Ausbau der Strom- und Gasnetze. Das soll die Versorgungssicherheit im Kreis Segeberg gewährleisten, erklärte Boxberger. 180000 Euro kosten etwa knapp drei Kilometer Erdgasleitungen in den Ämtern Bornhöved und Boostedt-Rickling. Wegen des steigenden Energiebedarfs im Gewerbegebiet „B-Plan 126“ in Henstedt-Ulzburg hat SH Netz das Stromnetz dort für 400000 Euro verstärkt. Insgesamt fast 1 Million Euro flossen in neue Stromleitungen und Netzstationen in Henstedt-Ulzburg, Trappenkamp, Wahlstedt und Nützen.

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