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80 Zentimeter Autobahn – pro Minute

A7-Ausbau 80 Zentimeter Autobahn – pro Minute

Für den sechsspurigen Ausbau der A7 bei Nützen fährt das Baukonsortium Via Solutions Nord (VSN) große Geschütze auf: Mit einem sogenannten Betonfertiger werden drei Fahrspuren in einem Rutsch gefertigt, die dreiteilige Anlage ist tonnenschwer.

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Der tonnenschwere Betonfertiger hat bereits die Oberschicht aufgetragen, Arbeiter erledigen per Hand den letzten Feinschliff. Rund 65 Kilometer Autobahn werden so ausgebaut.

Quelle: Lutz Timm

Nützen/Quickborn. Zentimeter um Zentimeter bewegt sich der Betonfertiger vorwärts, während ein beweglicher Schieber die frische Oberfläche glättet und Arbeiter am Rand den Feinschliff per Hand macht. Nahe der Raststätte Holmmoor West entsteht die neue Fahrbahndecke der A7, das dreispurige Teilstück in Fahrtrichtung Süden wird hier in einem Rutsch gefertigt. Doch damit die Arbeiten gelingen, ist Schnelligkeit und Planung gefragt: innerhalb von 45 Minuten müssen die Lastwagen den frischen Beton vom Mischwerk in Nützen zur Baustelle transportiert haben.

Acht verschiedene Sorten Kies, von feinem Sand zu Walnussgroßen Steinen liegen im Mischwerk in großen Hügeln bereit und werden unablässig von Radladern in die Mischcontainer geschüttet. „Wenn es dann nicht schnell geht, können die Fahrer gleich wieder umkehren“, sagt Florian Zettel, Sprecher der Projektgesellschaft. Etwa eine Dreiviertelstunde könne der Beton verarbeitet werden, danach nicht mehr. Ein Stau könne da schnell zum Problem werden.

Auf der Baustelle darf es nicht zu nass werden

Ortswechsel: Neben der Baustelle im Abschnitt 6 rollt die Fahrzeugkolonne in Richtung Hamburg, im Baufeld rangieren die Kipplaster vorsichtig an den 16 Meter breiten Betonfertiger heran und schütten ihre Fracht aus. Die riesige Baumaschine besteht aus drei Einheiten. Der 67 Tonnen schwere sogenannte Unterbetonfertiger trägt im ersten Schritt die Unterschicht auf, verteilt den groben Beton auf der gesamten Trassenbreite verteilt und glättet ihn anschließend. Danach kommt noch die feinere Deckschicht.

Der Regen bleibt an diesem Tag aus und auch die Kipplaster kommen wohl gut durch. Ein offenkundig guter Tag für den A7-Ausbau – und damit auch alle Autofahrer.

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