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Kaltenkirchen Literatur to go

Literatur gratis im Vorübergehen: Nun steht ein öffentlicher Bücherschrank unter dem Dach des Kaltenkirchener AKN-Bahnhofs am Holstenplatz. Dort können Literaturfreunde kostenlos Lesestoff mitnehmen, tauschen oder auch spenden.

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Marita Wrage (von links), Leiterin der Kaltenkirchener Stadtbücherei, AKN-Marketingchefin Monika Busch und Stadtrat Hauke von Essen enthüllten den öffentlichen Bücherschrank am AKN-Bahnhof.

Quelle: Alexander Christ

Kaltenkirchen. In Bad Segeberg, Norderstedt, Oering, Hartenholm und Bad Bramstedt gibt es im Kreis Segeberg so etwas schon. Die aus rot lackiertem Metall und Plexiglas angefertigte Mini-Bibliothek enthielt beim Start mehr als 200 Romane, Sach- und Kinderbücher aus dem ausgemusterten Bestand der Stadtbücherei. „Wir hoffen, dass der Bücherschrank als zusätzlicher Service der Stadtbücherei von den Bürgern angenommen wird“, erklärte Diplom-Bibliothekarin Marita Wrage bei der offiziellen Einweihung des öffentlichen Bücherschranks. Und auch Stadtrat Hauke von Essen hofft auf eine buchstäbliche Akzeptanz. „Ein tolles Projekt. Dieses kulturelle Kleinod ist eine Bereicherung für unsere Stadt“, lobte von Essen.

 Die Idee, einen öffentlichen Bücherschrank in Kaltenkirchen aufzustellen, stammt von Bürgermeister Hanno Krause, der bei einem Besuch in Hannover einige der mehr als 30 rund um die Uhr geöffneten öffentlichen Bücherschränke anschaute. „Ziel ist, Menschen auf einfache Art und Weise zum Lesen anzuregen“, sagte Bürgermeister Krause.

 Die Hartenholmer Metallwerkstatt Thomas Fuchs fertigte das 2400 Euro teure Unikat nach den Wünschen der Stadt an. Als Standort hatten sich die Akteure des Projekts den AKN-Bahnhof ausgeguckt. „Wir haben sofort grünes Licht gegeben. Solche tolle Ideen unterstützt die AKN nur zu gerne. Schließlich ist es auch ein zusätzlicher Service für unsere Fahrgäste, die nun während einer Bahnfahrt schmökern können“, erklärte AKN-Marketingleiterin Monika Busch.

 Die Betreuung des Bücherschranks werden Mitarbeiter der Stadtbücherei übernehmen. Möglichst täglich wollen sie das Angebot sichten und gegebenenfalls mit Büchern aus eigenem Fundus ergänzen. Rundum begeistert von dem roten Kasten mit dem weiß lackierten Schriftzug „Lesestoff“ war auch die zwölfjährige Kaltenkirchenerin Sophie Schmitzdorff. „Ich liebe Bücher, kann gar nicht genug davon kriegen. Am liebsten mag ich die Harry-Potter-Romane und Fantasy-Geschichten. Toll, dass ich mir jetzt zu jedem Zeitpunkt Bücher kostenlos Bücher ausleihen kann“, sagte Sophie.

 Öffentliche Bücherschränke gibt es in Deutschland seit den 1990er Jahren. Die ersten Exemplare wurden in Darmstadt und Hannover aufgestellt. Oft dienen ausrangierte Telefonzellen, aber auch individuelle Konstruktionen, angefertigt nach den Ideen der Initiatoren, als Literaturquelle.

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