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Familientragödie: Frau getötet

Oering Familientragödie: Frau getötet

Eine Familientragödie erschüttert Oering im Kreis Segeberg. Eine 40-jährige Frau wurde dort am Donnerstag getötet, der Tat verdächtigt ist ihr 20-jähriger Sohn. Am frühen Abend war ein Notruf bei der Polizei eingegangen. Als Rettungskräfte wenig später eintrafen, lebte die Frau noch, doch Wiederbelebungsmaßnahmen blieben erfolglos.

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Die Staatsanwaltschaft Kiel hat die Ermittlungen nach der Tragödie in Oering bereits aufgenommen.

Quelle: Harald Becker

Oering. Zur Todesursache machte die Polizei keine Angaben, das Ergebnis der Obduktion vom Freitagnachmittag steht noch aus.

Die Frau hat mit ihrem Mann, von dem sie dem Vernehmen nach zwischenzeitlich getrennt war, dem 20-jährigen Sohn und dessen 15-jährigem Bruder in dem weiß geklinkerten, vor etwa 15 Jahren gebauten Wohnhaus gelebt. Auch ihre Eltern, ein Rentnerehepaar, sind dort zu Hause. Gegen 18.45 Uhr hatte der jüngere Sohn die Polizei alarmiert, dass sein Bruder die Mutter angreife. Gegen 19 Uhr waren Polizei und Rettungsdienst vor Ort, kamen jedoch zu spät, um das Leben der Frau zu retten.

Familienmitglieder hielten den Sohn fest

Mitglieder der Familie hatten den älteren Sohn so lange festgehalten, bis die Beamten eintrafen. Er wurde am Freitag dem Haftrichter vorgeführt. Nach Angaben des Vaters war der junge Mann schon häufiger auf die Eltern losgegangen, unter anderem mit einem Messer, auch von Drogenproblemen ist die Rede. Die Kripo hielt sich hingegen bedeckt. „Die Motivlage ist noch unklar“, sagte Oliver Pohl, Pressesprecher der Polizeidirektion Kiel.

Gegen 21.30 Uhr traf der Ehemann des Opfers und Vater des mutmaßlichen Täters am Tatort ein. Er wurde zunächst nicht ins Gebäude vorgelassen. Mehrere Polizisten mussten den aufgebrachten Mann aufhalten. Kurz zuvor war nach Angaben von Augenzeugen eine gefesselte Person in einem Rettungswagen weggebracht worden. Polizei und Rettungsdienst waren zeitweise mit zehn Fahrzeugen vor Ort, auch ein Seelsorger wurde hinzugezogen, um die Familienmitglieder zu betreuen.

Die deutsch-russische Familie lebte eher zurückgezogen im Ort, die Frau arbeitete in einem Discountmarkt im benachbarten Itzstedt. Bekannte sahen die zierliche Frau regelmäßig mit ihrem Hund im Dorf spazieren gehen. Der ältere Sohn versuchte, sich als DJ einen Namen zu machen. Gegen 5.30 Uhr rückten Polizei, Rettungswagen und Bestatter vom Tatort ab.

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Familiendrama in Oering
Foto: Tief betroffen reagierten die direkten Nachbarn des Opfers, Margrit und Helmut Hengst, auf die Nachricht von den schrecklichen Vorfällen am Donnerstagabend.

Trauer, Fassungslosigkeit, Bestürzung, Ratlosigkeit – auf unterschiedliche Weise reagierten Nachbarn und Kolleginnen auf die Tragödie um eine Familienmutter (40), die am Donnerstagabend gewaltsam zu Tode kam. Mutmaßlicher Täter ist ihr 20-jähriger Sohn.

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