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Mutter starb an Messerstichen

Oering Mutter starb an Messerstichen

Die in Oering am vergangenen Donnerstag getötete Frau ist an den Folgen von Messerstichen gestorben. Dies bestätigte am Montag die Polizei offiziell unter Hinweis auf das Obduktionsergebnis. Als Tatverdächtiger ist der Sohn in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden.

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In diesem Haus ereignete sich am Freitag die Familientragödie in Oering.

Quelle: Harald Becker

Oering. Ein psychologisches Gutachten soll die Schuldfähigkeit des 20-Jährigen klären, der im Verdacht steht, am Donnerstagabend seine 40-jährige Mutter umgebracht zu haben. Der Haftrichter hat die Unterbringung des jungen Mannes in einer psychiatrischen Einrichtung in Neustadt angeordnet. Der Tatvorwurf lautet auf Totschlag.

Die Oeringerin wurde durch Messerstiche getötet, ergab die Obduktion der Leiche. Wie bei derartigen Gewaltverbrechen üblich, musste der Festgenommene eine Blutprobe abgeben. Ein Ergebnis steht nach Mitteilung der Polizei noch aus. Der 20-Jährige gilt als Drogenkonsument. Am Tag nach der Tat waren Polizisten mit Hunden im Haus gesehen worden; ob sie nach Drogen gesucht haben, bestätigte die Polizei nicht.

Im Gespräch mit der Segeberger Zeitung gewährte der Witwer und Vater des mutmaßlichen Täters einen kurzen Einblick in seine derzeitige Gefühlslage. „Ich bin tief erschüttert und betroffen und kann mir die Tat bis heute nicht erklären. Er war immer ein guter Junge. Ich weiß bis heute nicht genau, was an diesem Abend passiert ist“, sagte der der Ehemann der Toten. Er kam erst nach Hause, als die Tat bereits geschehen sei. „Ich muss das jetzt erst alles verarbeiten.“

Ebenfalls bestürzt ist Oerings Bürgermeister Thomas Steenbock. „Mein ganzes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen des Opfers. Es ist einfach unfassbar, dass sich kurz nach dem Fund einer Babyleiche in Sülfeld ein weiteres furchtbares Ereignis in unserer Region zugetragen hat. Mehr kann und will ich dazu nicht sagen“, erklärte er.

Noch gestern untersuchten Beamte der Kriminalpolizei den Tatort. Die Ermittlungen in dem Fall laufen weiter. Familienangehörige, die Zeuge der Bluttat waren, werden weiterhin vernommen. Der 15-jährige Sohn der Familie hatte die Polizei alarmiert, nachdem sein Bruder auf die Mutter der beiden losgegangen war. Die eintreffenden Rettungskräfte hatten trotz Reanimation das Leben der Frau nicht mehr retten können. Familienangehörige hielten den Sohn fest, bis die Polizei eintraf.

Die Familie lebt in einem Doppelhaus an der Hauptstraße zusammen mit den Eltern der Getöteten, wo der Witwer und sein 15-jähriger Sohn zurzeit auch untergebracht sind. Auf der Auffahrt des Hauses erinnern derzeit Blumen und Grablichter an die schrecklichen Ereignisse von Donnerstag.

Von Alexander Christ und Stephan Ures

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