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Trecker und Kuchen zum Kirchenfest

Oering Trecker und Kuchen zum Kirchenfest

Mit einem Gottesdienst im Monat ist das Gemeindeleben in der Apostel-Johannes-Kirche nicht sehr rege. An diesem Sonntag ändert sich das: Im und am Gotteshaus wird dessen 50-jähriges Bestehen gefeiert.

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Eine bunte Fotogalerie der Geschichte der Oeringer Kirche, die auch am Sonntag ausgestellt wird, präsentieren (von links) Pastorin Susanne Hahn, Elke Brach (Kirchengemeinderatsmitglied) und Pastor Jobst-Ekkehard Wulf.

Quelle: harald Becker

Oering. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Nahe mit Pastorin Susanne Hahn und Pastor Jobst-Ekkehard Wulf an der Spitze hat ein interessantes Festprogramm ausgearbeitet. Im Gotteshaus, am Ortsrand in der Straße Heidrade gelegen, fangen die Festlichkeiten gegen 10.30 Uhr mit einem vom Sprengelbischof Gothart Magaard gehaltenen Festgottesdienst an. Grußworte von Oerings Bürgermeister Thomas Steenbock, Propst Dr. Daniel Havemann und weiteren Gästen schließen sich an.

 Danach wird es gemütlich bei einem gemeinsamen Mittagessen und einer späteren Kaffee- und Kuchentafel. „Damit genügend Platz vorhanden ist, werden wir extra noch zwei Festzelte aufstellen“, erklärte Ekkehard Wulf. Für die üblichen Gottesdienste bietet die Kirche Platz für rund 100 Gläubige.

 Die Freiwillige Feuerwehr Oering wird in luftiger Höhe am Kirchturm ein Banner mit Glück- und Segenswünschen hissen. Für die Kinder werden Fahrten mit den Oldtimer-Traktoren vom Verein Oldie-Schlepperfreunde Raum Segeberg, altersgerechte Spiele und eine Mal-Ecke geboten. Musikalisch umrahmt werden die Festlichkeiten vom Gemischten Chor Oering und dem Jugendchor der Kirchengemeinde. Außerdem werden erste Teile einer in Auftrag gegebenen und vom Förderverein der Naher Kirchengemeinde teilfinanzierten Weihnachtskrippe präsentiert. „Maria, Josef und der kleine Jesus sind schon fertig und können in Augenschein genommen werden“, erläutert Pastor Wulf. Die Kollekte und der Inhalt einiger aufgestellter Spendendosen sollen weiteres Geld dafür einbringen.

 Die Kirche wurde im Rahmen des sogenannten Kapellenprogramms gebaut und am 19. Juni 1966 vom damaligen Segeberger Propsten Carl Friedrich Jäger geweiht. Der Kirchbau, ein Entwurf des Architekten Peter Scholz, ist mit dem umrandeten Innenhof ein klosterähnliches Gebilde, das in dieser Form kein zweites Mal gebaut wurde. Nach einer im Jahr 2013 umfassenden Neugestaltung des Innenraums durch den Bamberger Künstler Albert Ultsch wurde die Kirche unter Denkmalschutz gestellt.

 Die Dorfbewohner wünschten sich in den 1960-er Jahren vor allem eine Stätte für Trauerfeiern, weil das Dorf Oering bereits über einen eigenen Friedhof verfügte. Bis dahin gehörte die Gemeinde zur jahrhundertealten Sülfelder Kirche. 1964 wurde die Naher Kirchengemeinde selbstständig, zu der neben Oering auch die Dörfer Itzstedt, Nahe und Kayhude zählen.

 Die Kirchengemeinde zählt rund 3150 Gemeindeglieder. Das bedeutet eine Zugehörigkeit von 40 bis 45 Prozent der in den Gemeinden lebenden Einwohner. „Die Kerngemeinde, die sich in Oering zum sonntäglichen Gottesdienst traf und trifft, war und ist in der Regel recht klein“, berichtet Pastor Ekkehard Wulf. Allerdings gebe es zumindest bei den alteingesessenen Gemeindegliedern die Sitte, dass bei Trauerfeiern aus jedem Haus im Dorf einer mitgeht, sodass die Kirche dann oftmals viel zu klein ist.

 Die Kirchengemeinde engagierte sich Jahrzehnte lang in der Tschernobyl-Kinderhilfe und seit anderthalb Jahren intensiv in der Arbeit mit Flüchtlingen. Gute Tradition ist es in der Oeringer Kirche, einige besondere Gottesdienste und Veranstaltungen zu organisieren. Beispielsweise wird an den Adventssonntagen abends das Lichterfest in der Kirche mit einem Gottesdienst und einer stimmungsvollen Beleuchtung drinnen und draußen gefeiert. Auch Familiengottesdienste, die an jedem zweiten Mittwoch eines Monats ab 17 Uhr in der Oeringer Kirche gefeiert werden, finden ebenfalls ein positives Echo. Für die diesjährige Adventszeit ist in Zusammenarbeit des kirchlichen Fördervereins mit dem Kloster Nütschau an eine Ikonen-Ausstellung gedacht.

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