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Nun beschlossene Sache

Umstrittenes Baugebiet in Oersdorf Nun beschlossene Sache

Es geht zwar nur um sieben Bauplätze für Einfamilienhäuser, aber Diskussion und Streit darüber haben in den vergangenen drei Jahren einige Spuren in der Dorfpolitik hinterlassen. Jetzt wurden Beschlüsse gefasst, das kleine Baugebiet wird voraussichtlich bis zum nächsten Frühjahr eingerichtet.

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Um einen Teil dieses Areals, auf dem nun bald auf einer 6200 Quadratmeter großen Fläche sieben neue Bauplätze entstehen sollen, drehte sich der seit drei Jahren andauernde Streit.

Quelle: Alexander Christ

Oersdorf. Die Auseinandersetzungen um das Neubaugebiet an der Straße Am Sandberg/Ecke Moorweg nähern sich dem Ende - sehr zur Freude des Grundstückseigentümers aus Kaltenkirchen.

 Auf den jüngsten Sitzungen des Bauausschusses und der Gemeindevertretung wurde der sogenannte Aufstellungsbeschluss für das 6200 Quadratmeter große Areal in die Wege geleitet. „Das war ein langer Weg. Nun hoffe ich, dass die Erschließungsarbeiten bis April beendet sind“, sagte Investor Christoph Kohrt. Der Kaltenkirchener hatte seine Pläne vor drei Jahren bekannt gemacht. Mehrmals befasste sich der Bauausschuss mit der Angelegenheit. Als fast alles in Sack und Tüten schien, regte sich auf einmal Widerstand.

 Kohrts Unterlagen zufolge erhalten die sieben Grundstücke vier Zufahrten. Dafür müsste am Moorweg ein Knick weichen, der an anderer Stelle neu gesetzt werden soll. Doch dagegen wehrten sich die Gegner des Projekts, allen voran der damalige Bauausschussvorsitzende Andreas Spehr. Sie setzten sich für den Erhalt des Knicks ein und wollten nur zwei Zufahrten. Diese Lösung kam für Kohrt nicht in Betracht. Eine dritte Variante wurde schnell verworfen.

 Das Zerwürfnis setzte sich fort, als der Oersdorfer Gemeindevertreter Markus Kohrt, der Bruder des Investors, seinen Austritt aus der Oersdorfer Wählervereinigung (OeWV) erklärte. Dann legte Spehr seinen Posten als Vorsitzender des Bauausschusses nieder, kehrte kurz darauf in dieses Amt zurück und gab es erneut auf. Außerdem verließ auch er die OeWV-Fraktion. Kohrt und Spehr sind jetzt fraktionslose Gemeindevertreter.

 Auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde die Diskussion noch einmal hitzig. Am Ende beschlossen er und die Gemeindevertretung die ursprüngliche Vier-Zufahrten-Variante. Nun muss der Knick weichen. Wie Christoph Kohrt wiederholt betonte, wird direkt an der Grenze des künftigen Neubaugebiets ein neuer Knick gesetzt.

 Für Oersdorfs Bürgermeister Joachim Kebschull ist Spehrs Vorwurf, die Gemeinde betreibe Gefälligkeitsplanung, nicht nachvollziehbar. „Die Gemeinde wollte nach drei Jahren und intensiven Diskussionen diese Sache endlich zu Ende bringen. Das ist nun geschehen.“

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