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Beifall für den Bürgermeister

Oersdorf Beifall für den Bürgermeister

Eine Woche, nachdem ein bislang Unbekannter Oersdorfs Bürgermeister Joachim Kebschull auf dem Parkplatz vor dem Feuerwehrgerätehaus bewusstlos schlug, nahm er erstmals wieder an einer politischen Sitzung teil. Die Strapazen der vergangenen Tage waren dem 61-Jährigen anzusehen.

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Bürgermeister Joachim Kebschull (links) im Gespräch mit seinem Vorgänger Wilfried Mündlein.

Quelle: Alexander Christ

Oersdorf. Begleitet von zwei Polizeibeamten betrat Kebschull den Saal des Gemeindehauses, wo der Ausschuss für Wegebau und Umweltschutz tagte. Sichtlich gerührt nahm er die Genesungswünsche der fast 40 anwesenden Bürger entgegen. „Das gibt mir Kraft. Ich werde weitermachen“, sagte der Bürgermeister.

 In einer von allen Gemeindevertretern und bürgerlichen Mitgliedern der Ausschüsse unterzeichneten Erklärung gab das älteste Mitglied der Gemeindevertretung, Hans-Joachim Wegener (73), eine Stellungnahme ab. „Wir sind tief betroffen von dieser verabscheuungswürdigen Tat. Wir wünschen Joachim Kebschull Kraft, Stärke und schnelle Genesung“, sagte Wegener. Zudem werde es in Kürze eine Einwohnerversammlung geben, bei der Bürgern die Gelegenheit gegeben werde, Fragen zu den beim Bürgermeister und der Verwaltung des Amtes Kisdorf eingegangenen Drohbriefen mit rechtsextremistischen Hintergrund zu stellen.

 Kebschull wies in seiner etwa 20-minütigen Erklärung unter anderem darauf hin, dass er eigentlich kein ängstlicher Mensch sei, doch der Angriff mit einem Kantholz oder Knüppel habe ihn verändert. Nach Verlesung seiner Stellungnahme entschuldigte sich Kebschull, die Sitzung vorzeitig verlassen zu müssen. Er fühle sich noch ein wenig schwach. Minutenlanges Klatschen aller Anwesenden begleitete seinen Abgang.

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Nach der Knüppelattacke
Foto: Bürgermeister Joachim Kebschull ist nach dem Überfall auf ihn wieder im Amt. Auch dank professioneller Hilfe bearbeite er „die Situation offensiv“.

Immer noch überwältigt ist Bürgermeister Joachim Kebschull von den Reaktionen, die ihn seit dem Überfall am 29. September täglich erreichen. „Im Amt ist sogar eine Mail von den Phillipinen eingetroffen, in dem mir Mut gemacht wird“, berichtet der 61-Jährige.

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