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Noch keine heiße Spur nach Attacke

Bürgermeister Oersdorf Noch keine heiße Spur nach Attacke

Oersdorfs Bürgermeister Joachim Kebschull wird noch einige Tage brauchen, um sich von der Attacke zu erholen. Der 61-Jährige befindet sich nach Auskunft seiner Tochter in ärztlicher Behandlung und wird voraussichtlich erst Ende der Woche wieder sein Amt als ehrenamtlicher Bürgermeister ausüben können.

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Wurde von Unbekannten niedergeschlagen: Bürgermeister Joachim Kebschull.

Quelle: Nicole Scholmann

Oersdorf. Kebschull war am Sonnabend aus dem Krankenhaus entlassen worden und hatte sich mit seiner Familie zunächst an einen unbekannten Ort zurückgezogen. „Die Familie braucht Ruhe und muss sich erst einmal von dem Schock erholen“, sagte Ute Grommes, Vorsitzende der Oersdorfer Wählervereinigung, der der Gemeindechef angehört. Sie bestätigte, dass der Bürgermeister auf dem Wege der Besserung sei. „In einem persönlichen Telefongespräch hat er uns wissen lassen, dass er nach Auskunft seiner Ärzte keine bleibenden Schäden zurückbehalten wird.“ Kebschull bedanke sich bei allen, die ihm gute Wünsche haben zukommen lassen. Die Blumen und Karten, die er vor seiner Haustür gefunden habe, seien ihm eine große Hilfe bei der Gesundung. Er empfinde diese Zuwendung als großartige Geste der Solidarität aller Oersdorfer.

Wie berichtet, hatte ein Unbekannter den Bürgermeister unmittelbar vor einer Sitzung des Bauausschusses mit einem Knüppel oder Kantholz bewusstlos geschlagen, als dieser noch etwas aus seinem Auto holen wollte. Kebschull erlitt bei der Attacke eine Gehirnerschütterung, hieß es. Ob die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund hat, blieb auch am Montag noch unklar. Eine heiße Spur gebe es in dem Fall noch nicht, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Bereits seit Monaten erhalten der Bürgermeister sowie das Amt Kisdorf schriftliche Drohungen, die sich gegen die früheren Pläne für die Unterbringung von Flüchtlingen richten. Obwohl das Thema längst vom Tisch ist, treffen ständig weiter Drohbriefe ein.

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Nach Angriff am Donnerstag
Foto: Einsam liegt das Wohnhaus der Familie Kebschull an der Straße Am Sandberg. Bürger haben Blumensträuße vor der Tür abgelegt. Joachim Kebschull und seine Familie werden erst in ein paar Tagen nach Oersdorf zurückkommen.

Der attackierte Bürgermeister Oersdorfs, Joachim Kebschull, ist am Sonnabend aus dem Krankenhaus entlassen worden und hat sich mit seiner Familie zunächst an einen unbekannten Ort zurückgezogen. „Die Familie braucht Ruhe und muss sich erstmal von dem Schock erholen“, sagte Ute Grommes.

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