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Kosten sind „ein Unding“

Oersdorf Kosten sind „ein Unding“

Die beiden Wählergruppen Alte Wählergemeinschaft Oersdorf (AWOe) und Oersdorfer Wählervereinigung (OeWV) liegen im Streit um ein historisches Bauernhaus, das die Gemeinde im vergangenen Jahr gekauft hat. Es gibt unterschiedliche Auffassungen über die Höhe der Sanierungskosten.

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Das historische Bauernhaus in der Dorfstraße 5: Die AWOe findet die Kosten Sanierungskosten von geplanten 540000 Euro zu hoch.

Quelle: Alexander Christ

Oersdorf. In dem Gebäude sollen nach der vorgesehenen Komplettsanierung vier Mietwohnungen entstehen. Anlass für die Reibereien: Aus ursprünglich geschätzten 300000 Euro Umbaukosten wurden unerwartet und innerhalb weniger Tage 540000 Euro. Vor diesem Hintergrund verabschiedete die Gemeindevertretung den Haushalt der Gemeinde für das laufende Jahr während der jüngsten Sitzung nur mit hauchdünner Mehrheit.

 Fünf Gemeindevertreter der OeWV-Fraktion stimmten für die Annahme des Etatentwurfs, vier der AWOe dagegen. Die beiden fraktionslosen Gemeindevertreter Markus Kohrt (OeWV) und Jan Heesch (FDP) enthielten sich der Stimme.

 Für Bürgermeister Joachim Kebschull (OeWV) ist das nicht nachvollziehbar. „Auf der letzten Sitzung des Finanzausschusses stimmten alle fünf Mitglieder, darunter auch die AWOe-Vertreter, einstimmig für den Haushaltsentwurf. In der darauf folgenden Sitzung der Gemeindevertretung, auf der der Etat verabschiedet wurde, dagegen. Das kann ich nicht verstehen.“

 Die Antwort liefert AWOe-Fraktionssprecher Hans-Hermann Gravert. „Anfang Dezember wurde im Finanzausschuss einstimmig beschlossen, 600000 Euro für das Bauernhaus in den Haushalt einzustellen. 300000 Euro für den Kauf, 300000 Euro für die Sanierung. Die Sanierungskosten hatte ein Architekt errechnet.“ Doch die nach Graverts Angaben ernüchternde Botschaft kam nur neun Tage später auf der Sitzung des Bauausschusses. Dort wurde der Auftrag an eine andere Architektin aus Hamburg vergeben, die 540000 Euro Sanierungskosten errechnet hatte, also 240000 Euro mehr als ursprünglich geplant. Für Gravert ein Unding. „Wir hatten bereits auf der Finanzausschusssitzung moniert, dass nur ein einziges Angebot eines Architekten vorlag. Doch uns wurde mitgeteilt, dieser Mann sei ein Experte und kenne sich aus.“

 Als dann in der entscheidenden Sitzung des Bauausschusses alle drei Angebote der Architekten, die sich für den Auftrag beworben hatten, Sanierungskosten von jeweils mehr als 500000 Euro auswiesen, war für Gravert und seine Fraktionskollegen klar, dass sie der Verabschiedung des Haushalts unter diesen neuen Voraussetzungen in der Gemeindevertretung nicht zustimmen würden.

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