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Fluss erhält ein neues Bett

Kaltenkirchener Ohlau Fluss erhält ein neues Bett

Im Bereich der Ohlau in Kaltenkirchen begannen mit dem symbolischen Spatenstich die baulichen Maßnahmen für eine Wiedervernässungsfläche. Dabei handelt es sich um eine Ablaufmöglichkeit bei Regen und hohem Wasserstand des Flüsschens. Stadt und Gemeinde Oersdorf investieren rund 550000 Euro.

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Diplom-Ingenieur Jens Wittkugel (von links), Andreas Breustedt (Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz), Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause, Oersdorfs stellvertretender Bürgermeister Hans-Hermann Gravert, Thomas Stabenow (Wasserbehörde des Kreises Segeberg) und Gerd Thies vom Gewässerpflegeverband Ohlau nahmen den  ersten Spatenstich für die Schaffung einer Wiedervernässungsfläche vor.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Hinter dem etwas sperrigen Begriff der Wiedervernässungsfläche steckt, dass im Bereich der Verlängerung des Radensweges und dem Wiesendamm fünf Hektar zur Verfügung stehen, auf denen bei Starkregen oder bei hohem Stand des Flüsschens Ohlau das Wasser entweichen kann.

Dazu wird der Fluss in dem Bereich ein 500 Meter langes, neues Bett erhalten. Ferner werden auf dem Gelände Mulden und Tümpel als zusätzliche Wassereinlaufmöglichkeiten angelegt, denn auch das Regenwasser soll möglichst lange auf der Fläche bleiben und dort versickern. „Die Ohlau kann jetzt kontrolliert über die Ufer treten“, sagte Krause. Damit leisteten Kaltenkirchen sowie die Nachbargemeinde Oersdorf auch ihren Beitrag für den Hochwasserschutz.

Bislang viele Rückstaus und Überflutungen

Die Maßnahme sei auch notwendig geworden, weil es durch die bislang ungedrosselte Einleitung von Oberflächenwasser in die Ohlau aus den verschiedensten Wohngebieten bereits bei relativ kleinen Niederschläge zu Rückstauungen und Überflutungen gekommen sei. Nach Krauses Worten hätten auch die zuletzt häufigen starken Regenfälle die Situation noch verschärft. „Es ist daher gut, dass wir jetzt zusammen mit Oersdorf tätig werden“, so der Bürgermeister.

Für die Gestaltung zeichnet der Gewässerpflegeverband Ohlau verantwortlich, der auch künftig die Fläche pflegen wird. Ihr Sprecher Gerd Thies sagte, dass durch diese Maßnahme die Natur zur Gewinnerin werde. Hier werde jetzt ein enormes Potential zur Entwicklung von Flora und Fauna freigesetzt. „Besonders Wald- und Wiesenvögel sowie Kriechtiere werden sich hier weiterentwickeln können“, so Thies. Er sagte aber auch: „Es entsteht hier kein Naherholungsgebiet. Mensch und Hund haben hier nichts zu suchen.“ Deshalb würden hier auch keine Wanderwege aus dem Wohngebiet Wiesenpark und dem Radensweg angelegt.

Von Klaus Toedter

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