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Beste Bierzeltstimmung

Bad Bramstedt Beste Bierzeltstimmung

Eine Mordsgaudi gab’s im Tryp Hotel. Laut Veranstalter Günter Pfeiffer kamen 430 Gäste zum diesjährigen Oktoberfest, ein großer Teil davon in Lederhose oder Dirndl. Die bajuwarische Lebensart hat offenbar durchaus ihre Anhänger im äußersten Norden der Republik - auch bei jungen Leuten.

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Unter der fachlichen Aufsicht des neuen Hoteldirektors Bernd Riesbeck (Mitte) zapften Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach und Bürgervorsteherin Annegret Mißfeld das erste Bierfass an.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. Rico Ahrens (25) und Marit Kasbohm (29) beispielsweise feierten beim Oktoberfest ihren Geburtstag und kamen nicht umhin, einen Ehrentanz hinzulegen. Nicht minder temperamentvoll als die Jugend zeigte sich Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt. Unter anderem mit Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach tanzte die 67-Jährige ausgelassen zu der Musik der „Auentaler“, einer Formation der Großenasper Feuerwehrkapelle, und von DJ Dieter Pankratz, der mit Pop und bayerischer Festzeltmusik genau die richtige Mischung traf.

 Pünktlich um 20 Uhr hatten Bürgervorsteherin Mißfeldt und Bürgermeister Kütbach das erste Fass „Büble-Bier“ angestochen – durchaus gekonnt und routiniert. Das war nicht immer so. Bei einer der ersten Ausgaben des Festes hatte der Bürgermeister schon mal den halben Saal unter Bier gesetzt. War schade drum, schließlich ist das erste Fass traditionell Freibier. Diesmal jedenfalls bildeten sich sofort lange Schlangen, schließlich wollte jeder eine kostenlose Maß ergattern. Natürlich durften auch die anderen bayrischen Schmankerln nicht fehlen. So gab es reichlich Schweinshaxen und Würstel, Leberkäse und Brezeln. „Der Renner ist der Leberkäse“, stellte eine der freundlichen Bedienungen fest.

 Zur Bierzeltstimmung trugen auch die Spielchen bei, zu denen Mitorganisator Pfeiffer die Gäste animierte. Das Bierkrügeschieben ist ein echter Dauerbrenner. Mit Schwung mussten die Gläser auf eine Rutschbahn geschoben werden. Sieger war, dessen Maß möglichst dicht an die Zielmarke kam. Oder das Melken: Die Kuh wirkte zwar recht künstlich, das Euter war da schon wirklichkeitsgetreuer. Hier galt es Fingerfertigkeit unter Beweis zu stellen. Gewonnen hatte, wer am Ende am meisten Wasser – echte Milch gab das Rindvieh nicht her – im Eimer hatte.

 Das in den Vorjahren beliebte aber schweißtreibende Sägen eines Baumstammes fehlte diesmal, dafür hatten die Veranstalter, eine Privatinitiative, die Prämierung des schönsten Dirndls wieder ins Programm genommen. Nett anzusehen war es speziell für die Herren, als die Dirndl-Trägerinnen vor der Prämierung auch noch ihre tänzerischen Qualitäten unter Beweis stellten. Die Jury entschied sich am Ende für die 46 Jahre alte Bad Bramstedterin Nicole Petersen-Lund, die ihre jüngeren Mitbewerberinnen Christin Schreiber (21) und Annika Meyer (17) auf die Plätze 2 und 3 verwies. Einen riesigen Präsentkorb durfte die Siegerin mit nach Hause nehmen.

 Hoteldirektor Bernd Riesbeck, erst seit wenigen Wochen im Amt, zeigte sich baff erstaunt über das Treiben in seinem Haus. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Leute in bayerischer Tracht zum Fest kommen.“

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