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Das Feuer glühte bis in die Nacht

Osterfeuer in Bad Segeberg Das Feuer glühte bis in die Nacht

Neben etlichen Jugendlichen waren viele Familien mit ihren Kindern bei milden Temperaturen auf den Landesturnierplatz gekommen, um gemütlich am Feuer den Abend vor dem Osterfest zu verbringen. Rund 800 Besucher feierten mit, die letzten bis tief in die Nacht.

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Auch Ceylan Elidemier (4) und Ella Proksch genossen das Osterfeuer auf der Rennkoppel.

Quelle: Patricia König

Bad Segeberg. Es dauerte, bis der über fünf Meter hohe Berg aus Ästen, trockenen Sträuchern und Holz endlich in Flammen stand – aber dann brannte ein riesiges Osterfeuer auf der Rennkoppel an der Eutiner Straße. Entzündet hatten es Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Unter der Einsatzleitung von Gert Poppinger hielten die sieben Kameraden und Kameradinnen die Flammen bis spät in die Nacht in Schach, damit niemandem etwas passiert.

 Michael Meier von den Kalkberg Konsorten sorgte mit seinem Team für Getränke sowie viele Essstände mit Bratwurst und anderen Gerichten. Die Initiative für ein Osterfeuer an diesem Standort hatte vor Jahren der Bad Segeberger SPD-Ortsverein ergriffen, nach einiger Zeit angesichts des hohen organisatorischen Aufwandes bei am Ende eher mäßigem Interesse aber wieder Abstand davon genommen. Danach kümmerte sich die längst wieder aufgelöste Stadtmarketing GmbH der Stadt Bad Segeberg um die Ausrichtung des Osterfeuers, ehe die Agentur Kalkberg Konsorten die Verantwortung übernahm.

 DJ Torben heizte die Stimmung mit Musik an. Auf der kleinen Bühne tanzten bis in den späten Abend vor allem die Kinder. „Ich hänge meinen jetzigen Beruf an den Nagel und werde Kindergärtner“, scherzte Torben Dums und legte zwischendurch „Schnappi, das kleine Krokodil“ und andere Kinderlieder für den Nachwuchs auf.

 Die meisten der Lütten standen zusammen mit ihren Eltern und Großeltern gebannt vor dem riesigen Feuer – so wie Melanie Dohse mit ihrer zweijährigen Tochter Martha und ihrer Mutter Ulrike Roloff. Die Bad Segebergerinnen kommen schon lange zu der traditionellen Veranstaltung. Im vergangenen Jahr hatte die kleine Martha davon noch nicht so viel mitbekommen. Aber dieses Mal schaute sie ganz fasziniert auf die lodernden Flammen. Auch die vierjährige Ceylan war von dem Feuer begeistert. Das Mädchen saß auf ihrem bunten Fahrrad; neben ihr passten Mutter Hulya Elidemir aus Bad Segeberg und ihre Freundin Ella Proksch aus Baden-Württemberg auf die Kleine auf.

 Überall standen die Menschen in Gruppen zusammen und unterhielten sich, später tanzten vor allem noch die Jugendlichen. Während das Feuer in sich zusammensackte und nur noch vor sich hin glühte, stieg die Stimmung bei den Gästen. „Ich hätte nicht gedacht, dass der riesige Haufen so schnell herunterbrennt“, erklärte Gerd Poppinger gegen 21 Uhr. Doch das Feuer spendete noch lange seine Wärme. Und während die Familien mit Kindern nach und nach den Heimweg antraten, blieb vor allem die junge Generation noch bis tief in die Nacht hinein und feierte die österliche Tradition in Bad Segeberg.

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