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Parkende Lkw sorgen für Ärger

Bad Bramstedt Parkende Lkw sorgen für Ärger

Anwohner am Tegelbarg in Bad Bramstedt ärgern sich über dauerparkende Lastwagen, Auflieger oder Anhänger. „Sie behindern den Verkehr, es laufen Flüssigkeiten aus, und oft lassen sie ihre Kühlung das ganze Wochenende über an“, sagt Beate Albert. Einen Anwalt haben sie und ihr Mann schon eingeschaltet.

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Der Schulbus kommt nur knapp am Lkw vorbei. Anwohnerin Beate Albert hat bereits eine ganze Fotosammlung von solchen Situationen.

Quelle: Privat

Bad Bramstedt. Wenn am Montag die Schule beginnt, wird es wieder eng im Tegelbarg. Die Straße im Gewerbegebiet Nord wird dann jeden Tag von hunderten Schülern genutzt - per Rad oder Bus - um zur Jürgen-Fuhlendorf-Schule zu gelangen. Es gibt zwar einen ausgeschilderten und markierten Radweg, aber es sind andere Hindernisse, die den Weg zu einer Gefahrenquelle für die Schüler machen, finden Beate und Heinz Albert, die seit vielen Jahren im Tegelbarg 29 leben. „Hier parken ständig Lkw am Straßenrand. Da kommen die Busse nur knapp durch. Manchmal müssen sie sogar ein Stück auf den Radweg ausweichen“, berichtet Beate Albert.

 „Seit einiger Zeit parken hier Bulgaren mit ihren Lastern. Die grillen dann auf dem Gehweg, pinkeln im Knick und werfen ihren Unrat hier ab.“ Einige Lkw-Fahrer übernachten dort von Freitag bis Montag. „Dabei gibt es doch extra Stellplätze für die Laster“, sagt Heinz Albert.

 Von diesen Unannehmlichkeiten abgesehen, sei es vor allem für die Schulbusse und die Radfahrer gefährlich, da die Laster die Straße einengen und die Sicht behindern, findfen die Anlieger. „Es muss erst etwas passieren, damit hier eingegriffen wird“, sagt Heinz Albert. „Dabei wurde hier 2011 schon eine Schülerin von einem Lkw angefahren und getötet“, ergänzt seine Frau.

 Umweltverschmutzung, Lärm, Gefährdung des Schulwegs - bereits seit vier Jahren sind die Alberts deswegen mit der Stadt im Dialog. „Ohne Erfolg, die Stadt guckt weiter zu“, kritisiert Heinz Albert. Das Ehepaar hat bereits eine lange Odyssee durch Behörden hinter sich: Mit Polizei, Ordnungsamt, dem Bürgermeister und der Kreis-Verkehrsaufsicht hatten sie vor allem im vergangenen Jahr häufig Kontakt. „Erst haben wir uns an die Polizei gewandt, die sagten uns, dass das Ordnungsamt zuständig sei. Dort wiederum hat man uns an die Polizei verwiesen“, sagt Heinz Albert. Er und seine Frau wollen bewirken, dass auf der Seite des Radweges ein Halteverbot und auf der anderen Straßenseite ein Parkverbot ausgeschildert wird.

 Da die Alberts mit ihren schriftlichen und telefonischen Beschwerden beim Ordnungsamt nicht weiterkamen, haben sie im vergangenen Herbst eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht. Die Stadt hat sie an die Verkehrswacht des Kreises weitergeleitet. Daraufhin kam es im November vergangenen Jahres zu einer Ortsbesichtigung - Verkehrswacht und Polizei waren dabei. Schriftlich erhielten die Alberts daraufhin die Antwort, dass Verkehrszeichen nur dann angeordnet werden, wenn eine zwingende Notwendigkeit bestehe. Die sei nicht erkennbar. „Das können wir nicht verstehen. Wenn hier wirklich mal etwas passiert, werde ich Leute persönlich zur Verantwortung ziehen“, sagt Heinz Albert.

 „Es ist ein reines Gewerbegebiet. Dort dürfen Lkw und Kühllaster stehen und auch die Kühlung darf an bleiben, solange bestimmte Grenzwerte nicht überschritten werden“, erläutert Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach. Er könne die Situation der Alberts verstehen, die dort wohnen und sich belästigt fühlen. „Aber um etwas zu ändern, fehlt mir die Rechtsgrundlage.“ Die Polizei habe mit der Buslinie gesprochen, und die habe versichert, dass die Busse die Straße passieren können. „Der Schulweg ist sicher. Wir haben dort vor Jahren einen Radweg mit dicken weißen Strichen markiert“, erläutert Kütbach außerdem.

 Alberts wollen sich damit nicht abspeisen lassen. „Wir müssen langsam massiv dagegen vorgehen.“

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