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Pastorat wird abgerissen

Todesfelde Pastorat wird abgerissen

Der Abriss des Pastorats in Todesfelde hat begonnen. Im April nächsten Jahres sollen Pastorin Manuela Grube und das Kirchenbüro an gleicher Stelle in den Neubau einziehen.

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Der Bagger leistet ganze Arbeit. In Todesfelde wird das Pastorat abgerissen.

Quelle: Kai krogmann

Todesfelde. Viele Todesfelder stehen staunend davor. Dass der große Schriftzug „Friede sei mit Euch“ über der Tür fällt, bricht einigen fast das Herz. Sie sehen, wie der Bagger der Firma Stahlkopf aus Alt-Mölln ganze Arbeit leistet. Schaufel für Schaufel landen die Mauerreste in Containern. Holz, Metall, Steine: Alles wird sorgsam getrennt.

 Nach dem Auszug von Pastor Rahn im vorigen Jahr war nur noch das Kirchenbüro in dem Gebäude verblieben. Die neue Pastorin Manuela Grube, der Kirchengemeinderat und Helfer packten an, um Schreibtische und Akten ins benachbarte Gemeindehaus zu verlagern. „Das hat alles gut geklappt“, sagt Holger Neitz, Vorsitzender des Kirchengemeinderates. Der habe sich die Entscheidung, das 114 Jahre alte Gebäude abreißen zu lassen, nicht leicht gemacht, sagt Neitz. Letztlich sei ein Neubau jedoch wirtschaftlicher als eine Sanierung.

 Anders als bisher werden in dem Neubau Wohnung und Amtsbereich voneinander getrennt. Der künftige Eingang auf der Friedhofsseite führt in den etwa 65 Quadratmeter großen Pfarrbereich mit Amtszimmer, Kirchenbüro, Teeküche und Archiv. Die etwa 140 Quadratmeter große Wohnung der Pastorin wird über einen anderen Zugang zu erreichen sein.

 Die Kosten sind auf 480000 Euro geschätzt. Weil das Pastorat als erstes so genanntes „Passivhaus“ der Nordkirche gut wärmegedämmt wird, kommt es ohne klassische Heizung aus. Das dient dem Klimaschutz. Der Kirchenkreis Plön-Segeberg beteiligt sich daher an den Kosten. Insgesamt erwartet die Kirchengemeinde Zuschüsse von 200000 Euro.

 Der Grundstein des alten Pastorats war am 28. Januar 1901 in der Nordwestecke vermauert worden. Schriftstücke oder eine Zeitung von damals enthält er nicht, geht aus der Chronik der Kirchengemeinde hervor. Der erste Pastor zog im Juli jenes Jahres ein.

 Die älteren Todesfelder verbinden mit dem Gebäude viele schöne Erinnerungen. Zum Konfirmandenunterricht gingen sie im eigens dafür eingerichteten Konfirmandensaal. Dessen hölzerne Klappstühle sind Wertarbeit und haben das Gebäude überlebt: Sie werden noch heute bei Veranstaltungen aufgestellt.

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