16 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
"Bad Bramstedt" läuft 21 Knoten

Patrouillenboot "Bad Bramstedt" läuft 21 Knoten

Anlässlich des Hafengeburtstags konnte das Patrouillenboot „Bad Bramstedt“ der Bundespolizei in Hamburg besichtigt werden. Kommandant Helge Pingel, der das Schiff seit zwei Jahren befehligt, sagte: „Ich kann mir keinen schöneren Job vorstellen.“

Voriger Artikel
Feuer in Asylunterkunft in Seth
Nächster Artikel
Gute Nachricht für Kim

Die „Bad Bramstedt“ mit dem Bramstedter Stadtwappen am Bug machte im Hamburger Hafen fest.

Quelle: Bernhard-Michael Domberg

Hamburg/Bad Bramstedt. Der 36-Jährige Polizeihauptkommissar fing gleich nach dem Abitur beim damaligen Bundesgrenzschutz an, „weil es viele Einsatzmöglichkeiten gab“. Pingel entschied sich schließlich für die Seefahrt. Eine dreijährige Ausbildung im maritimen Schulungs- und Trainingszentrum in Neustadt folgte. Nach mehreren Funktionen auf Patrouillenbooten der Bundespolizei erhielt Pingel schließlich das Kommando auf der „Bad Bramstedt“. „Unser Schiff kontrolliert mit zwei weiteren den Küstenbereich zwischen Sylt und Borkum“, erläuterte Pingel.

 Die 66 Meter lange „Bad Bramstedt“ ist in Neustadt beheimatet und in Cuxhaven stationiert. Sie untersteht, wie alle Schiffe, der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt. Der 7000 PS starke 16-Zylinder-Motor ermöglicht eine Geschwindigkeit von 21,5 Knoten, knapp 40 Stundenkilometer. Überwiegend wird mit einem elektrischen Motor gefahren, der von einem dieselgetriebenen Generator seinen Strom bekommt. „Der bringt es nur auf 22 Stundenkilometer. Wir jagen allerdings eher selten Ganoven“, erklärte Pingel. Eher sorgt die 17-köpfige Mannschaft für die Einhaltung von Umweltschutzbestimmungen auf der Nordsee oder hilft auch mal Havaristen. „Mit dem Fernsehkrimi ,Küstenwache’ hat unser Alltag nicht viel zu tun“, so Pingel. Die ZDF-Serie wurde auf der „Bad Düben“ gedreht, ebenfalls ein Boot der Bundespolizei.

 Das Interesse an der „Bad Bramstedt“, die die Bezeichnung BP 24 an ihrem Rumpf trägt, war groß. Mehr als 3000 Besucher enterten das Küstenwachschiff bis Sonntagabend. Am Steuerstand auf der Brücke herrschte der größte Andrang. Alle Fragen konnte die Mannschaft jedoch nicht beantworten. Als die elfjährige Anne-Kathrin aus Bebensee das Besatzungsmitglied Jürgen Meinen fragte, woher die Brücke ihren Namen habe, musste der Polizeioberkommissar passen.

 Laut Wikipedia stammt der Begriff aus der Zeit der Raddampfer, als zwischen den beiden Radkästen ein Steg – eben eine Brücke – gebaut wurde, auf der der Schiffsführer stand.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Bernhard M. Domberg

Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3