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Pilgern fürs Klima

Bad Bramstedt Pilgern fürs Klima

Die Kurstadt ist eines der Etappenziele des ökumenischen Pilgerweges für Klimagerechtigkeit, der über mehrere Monate vom Nordkap bis nach Paris führt. Anlässlich des Klimagipfels im Dezember rufen die Landeskirchen auch in Deutschland zum Klimapilgern auf, das am 13. September in Flensburg beginnt.

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Diakonin Silke Leng, Propst Kurt Riecke (Mitte) und Gerd Andresen werden eine Etappe mitpilgern. Eine Wasserflasche ist der Pilgerstab des Weges, der bereits an der Grenze zwischen Norwegen und Schweden von den jeweiligen Prinzessinnen der Länder übergeben wurde

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. Dank des Einsatzes von Propst Kurt Riecke vom evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Altholstein und Diakonin Silke Leng von der ökumenischen Arbeitsstelle Altholstein führt der Pilgerweg auch über Bad Bramstedt und Alveslohe. Riecke und Leng waren Teil des zuständigen Gremiums für die Streckenführung. „Ich halte das Klimapilgern für eine tolle Idee. Pilgern ist eine christliche Tradition, die viel in den Menschen bewegt. Außerdem werden wir damit von der Öffentlichkeit wahrgenommen“, erklärt Propst Riecke: „Im Kirchenkreis Altholstein beschäftigen wir uns intensiv mit Klimagerechtigkeit“, begründet er seinen Einsatz für Bad Bramstedt als Etappenziel.

 Am Montag, 21. September, kommen die Pilger gegen Nachmittag in der Kurstadt an. Am Gesundbrunnen werden sie (mehr als 70 haben sich bisher angemeldet) von Propst Riecke und Gerd Andresen in Empfang genommen. Andresen ist Mitglied und Umweltbeauftragter des Kirchenrates Bad Bramstedt und setzte sich zuletzt vehement gegen das Fracking im Auenland ein. Er will den Pilgern erklären, was Fracking für das Klima bedeutet. „Nur weil der Ölpreis jetzt im Keller ist und die Kanadier, die hier bohren wollten, zurückgezogen haben, ist das Thema Fracking noch lange nicht vom Tisch“, warnt Andresen: „Es werden immer wieder Leute kommen, die hier bohren wollen. Schleswig-Holstein ist nun mal ein Erdöl-Land.“

 Aber genau darum gehe es auf dem Pilgerweg: „Wir wollen Schmerzorte und Hoffnungsorte entlang des Weges zeigen“, sagt Silke Leng. Die Fracking-Zone gehört zu den Schmerzorten, das Naturschutzgebiet in der Kaltenkirchener Heide zum Beispiel zu den Hoffnungsorten. Dort werden Leng, Riecke und Andresen die Pilger am Dienstag, 22. September, entlangführen – bis zum nächsten Etappenziel in Alveslohe. Der Weg ist knapp 20 Kilometer lang.

 Doch zuvor gibt es am Ankunftsabend noch ein offenes Singen mit dem Chor und Kantor Ulf Lauenroth. Pilgerstätte, für jene, die übernachten werden, ist das Gemeindehaus am Schlüskamp. Dort verzehren die Pilger gemeinsam ein „klimafreundliches Abendessen“, bevor sie ihre Matratzen und Schlafsäcke im Gemeindehaus ausrollen. „Am nächsten Morgen gibt es gegen 8.30 Uhr den Pilgersegen und dann geht es los“, sagt Propst Riecke.

 „Jeder, der eine Etappe mitpilgern möchte, ist herzlich eingeladen“, erklärt Silke Leng. Nur, wer mehrere Etappen pilgern will und eine Übernachtungsmöglichkeit braucht, sollte sich vorher anmelden.

 Die knapp 1500 Kilometer lange Strecke bis Paris verläuft entlang traditioneller Pilgerwege. Die einzelnen Etappen betragen zwischen 20 und 25 Kilometer. Ende November erreichen die Pilger dann das Ziel und werden in Paris ihr Lager aufschlagen, um gewaltfrei auf die Missstände der Klima-Politik hinzuweisen.

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