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Langer Weg bis zum Gewerbegebiet

Bad Bramstedt, Großenaspe Langer Weg bis zum Gewerbegebiet

 Der sechsspurige Ausbau der A7 und in einigen Jahren die kreuzende A20: Die Verkehrsanbindung des südlichen Schleswig-Holsteins wird sich im nächsten Jahrzehnt wohl deutlich verbessern. Das lässt Hoffnungen in Anrainer-Gemeinden aufkommen, im größeren Stil Firmen in die Region zu locken.

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Beim Hotel Heidehof in Brokenlande ist schon seit Jahren ein Autohof geplant. Nun soll er möglicherweise in ein zehn Hektar großes Gewerbegebiet integriert werden.

Bad Bramstedt, Großenaspe.. Vor allem die kleinen Orte erhoffen sich davon mehr Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätze. Ein interkommunales Gewerbegebiet soll entstehen, als Standort dafür liegt Großenaspe gut im Rennen.

 „Die Planungen sind noch ganz am Anfang“, betont Christian Stölting, Verwaltungsleiter des Amtes Bad Bramstedt-Land. Beteiligt daran sind alle Kommunen und Ämter entlang der A7 von Wasbek bei Neumünster bis Norderstedt. Mit dem Landesplanungsamt sind dazu bereits erste Gespräche geführt worden. Besonders interessant ist ein solches interkommunales Gewerbegebiet wohl weniger für Städte wie Kaltenkirchen und Bad Bramstedt oder die Großgemeinde Henstedt-Ulzburg. Sie haben eigene Gewerbeflächen und streichen auch die Gewerbesteuer selbst ein. Für die kleinen Orte an der Autobahn sieht das anders aus. „Diese Gemeinden dürfen nur in sehr beschränktem Maß für den Eigenbedarf Gewerbeflächen erschließen“, erklärte Stölting der SZ. In der Regel dürften nur ohnehin schon ortsansässige Firmen, die sich vergrößern wollen, auf solchen Flächen bauen. Fuhlendorf und Wiemersdorf haben beispielsweise in den letzten Jahren solche kleinen Firmenstandorte geschaffen. Mit einem interkommunalen Gewerbegebiet ließen sich die Restriktionen umgehen. Die Erschließungskosten würden sich die Gemeinden teilen, die Gewerbesteuereinnahmen ebenfalls.

 Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Zunächst wurde von den beteiligten Gemeinden das Gutachterbüro Cima in Lübeck beauftragt, ein Gewerbeflächenkonzept zu erstellen. Im November soll es vorliegen. Die Gutachter sollen zunächst vorhandene Gewerbegebiete erfassen, aber auch Brachflächen an der A7 ausfindig machen, die sich für Firmenansiedlungen eignen. Im Gespräch ist dafür auch eine Fläche in Großenaspe-Brokenlande unmittelbar an der Autobahnanschlussstelle mit einer Fläche von rund zehn Hektar. Seit Jahren gibt es hier bereits Planungen eines Privatinvestors, in Brokenlande einen Autohof zu errichten. „Das Landesplanungsamt hat den Autohof jedoch zunächst gestoppt“, sagte Stölting. Er ließe sich möglicherweise in ein Gewerbegebiet integrieren. Deshalb müsste beides zusammen entwickelt werden.

 Welche Gemeinden sich an der interkommunalen Erschließung beteiligen, ist offenbar noch unklar. Bad Bramstedts Bauamtsleiter Udo Reinbacher, im Rathaus auch für die Firmenansiedlungen zuständig, sagte, dass die Stadt zwar zu den Gemeinden gehöre, die das Gutachten in Auftrag gegeben haben. Über ein gemeinsames Gewerbegebiet mit anderen Orten sei aber bisher nicht gesprochen worden. Die Stadt erschließt zurzeit selbst weitere Gewerbeflächen im Norden an der Umgehungsstraße.

 Außerdem gehört Bad Bramstedt dem Städteverbund Nordgate an. Gemeinsam mit Neumünster, Kaltenkirchen, Quickborn, Henstedt-Ulzburg und Norderstedt vermarktet die Stadt ihre Gewerbeflächen über den Verband auf Messen und im Internet. Nordgate selbst betreibt kein Gewerbegebiet.

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