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Knappe Zeit für Umbau

Schulen in Kaltenkirchen Knappe Zeit für Umbau

Der Gebäudetausch zwischen der Grundschule Marschweg und der bisherigen Gemeinschaftsschule Erich Kästner nimmt konkrete Formen an. Der Oersdorfer Architekt Karsten Wulf wurde von der Kaltenkirchener Stadtverwaltung beauftragt, Raumkonzepte für beide Schulen zu erstellen. Der Zeitplan ist knapp.

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Die bisherige Grundschule Marschweg soll in Zukunft von der angrenzenden Gemeinschaftsschule genutzt werden können. Die Grundschüler ziehen dann ins Schulgebäude an der Hamburger Straße.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Der Tausch wird angestrebt, weil die Kästner-Schule zum 1. August mit der Gemeinschaftsschule am Marschweg fusioniert. Beide Schulen sollen dann auch räumlich zusammengeführt werden.

 Am Schulstandort Marschweg wird durch den Wechsel weit weniger in den Baukörper eingegriffen werden müssen als an der Hamburger Straße. Nach ersten Schätzungen wird der Umbau im bisherigen Grundschulgebäude etwa 437000 Euro kosten. Diese Summe kann der Schulverband aus seinen Rücklagen aufbringen.

 An der Hamburger Straße hingegen sind tiefgreifende Veränderungen geplant, die mit rund 2,1 Millionen Euro zu Buche schlagen werden. Weil das Gebäude für die Grundschule allein zu groß ist, sollen dort auch noch ein Hort sowie eine Kindertagesstätte mit drei Krippen- und zwei Elementargruppen einziehen. Vor allem der Umbau des Kita-Traktes wird teuer, weil dieser Gebäudeteil nahezu vollständig entkernt werden muss.

 Die Kita soll im Erdgeschoss entstehen, und zwar in jenem Trakt, der an den großen Bolzplatz grenzt. Das hat den Vorteil, dass ein Teil der jetzigen Rasenanlage in ein Außengelände mit vielen Spielgeräten umgewandelt werden kann. Die Kita soll in Richtung Sportplatz einen eigenen Eingang erhalten. Er muss noch geschaffen werden.

 Geplant ist der Bau von fünf Gruppenräumen. Die Krippenkinder werden jeweils neben ihrem Raum eigene WCs erhalten; die Elementarkinder teilen sich einen Toilettentrakt am Ende des Flurs. Die vorhandenen WCs der Schule werden extra neu saniert und auf kleine Nutzer zugeschnitten.

 Ebenfalls ins Erdgeschoss einziehen soll der Hort, in dem Schulkinder außerhalb der Unterrichtszeiten betreut werden können. Die Grundschule nutzt die restlichen Räume im Erdgeschoss und im ersten Stock. Das jetzige Lehrerzimmer im Erdgeschoss wird auch in Zukunft seine gewohnte Funktion erfüllen.

 Im Grundschulteil stehen vergleichsweise geringe Veränderungen an. „Die Klassenräume, die sich über der Kita befinden, sollen allerdings Fenster mit Schallschutz bekommen. Dadurch soll verhindert werden, dass der Spielplatzlärm Schüler vom Unterricht ablenkt“, sagte Architekt Wulf bei der Präsentation seiner Pläne im Ratssaal. Zu seinen Zuhörern zählten die Mitglieder des Kaltenkirchener Jugend-, Sport- und Bildungsausschusses sowie des Schulverband-Hauptausschusses.

 Der Architekt betonte, dass es sich bei seiner Preiskalkulation um eine Kostenschätzung handele und nicht um eine -berechnung. Er geht aber davon aus, dass die Summe von 2,1 Millionen Euro realistisch und auskömmlich sei. Dass der Umbau relativ teuer werde, sei den Arbeiten in der Kita geschuldet. „Sie bekommt eine Fläche von 725 Quadratmetern und muss ganz neu gestaltet werden. Für ihre Einrichtung müssen alle Gewerke anrücken, die auch an einem Neubau beteiligt sind“, erläuterte Wulf.

 Von den Gesamtkosten wird die Stadt nur etwa 1,4 Millionen Euro bezahlen müssen. Den Rest begleicht die Grundstücksentwicklungsgesellschaft LEG, die beim Hochhaus „Großer Karl“ ein neues Wohnquartier errichten will. Dort müsste sonst eine neue Kita gebaut werden, wenn sie nicht im bisherigen Kästner-Schulgebäude entstehen würde.

 Am Marschweg kann das bisherige Raumkonzept im Wesentlichen beibehalten werden. Allerdings soll die Schule eine Lehrküche erhalten und einen neuen Technikraum. Das Lehrerzimmer wird künftig nicht mehr benötigt, weil das Kollegium ins benachbarte Gemeinschaftsschulgebäude zieht. Daher kann der dann frei werdende Raum zur Einrichtung von PC-Arbeitsplätzen genutzt werden. Alle Toiletten sollen saniert werden, und auch eine moderne Amokwarnanlage wird installiert. Der Einbau eines Fahrstuhls ist bislang nicht geplant.

 Der Tausch der Schulen ist für Sommer 2016 vorgesehen. Das bedeutet, dass die Zeit, die für die Umbauten zur Verfügung steht, äußerst begrenzt ist. „Es ist uns bewusst, dass die Terminplanung sehr eng ist“, sagte Wulf. Wann genau es mit den Arbeiten losgehen könne, stehe auch noch nicht fest.

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