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Neue Leitstelle wird topmodern

Polizei Neue Leitstelle wird topmodern

Über eine halbe Million Notrufe erreichen die Leitstelle West in Elmshorn jedes Jahr, darunter die Polizeinotrufe unter 110 aus dem Kreis Segeberg. Ein Neubau soll dafür sorgen, dass die knapp 90 Mitarbeiter ab Sommer 2018 moderne Arbeitsplätze vorfinden.

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Modern und geräumig sollen die Leitstellenräume werden. Bauherr ist der Kreis Pinneberg.

Quelle: moka-Studio

Kreis Segeberg. Beim Altbau der Leitstelle gab es Probleme mit Brandschutz und sogar mit den Toiletten.

 Vor wenigen Tagen wurde der Grundstein gelegt. „Der Bau berücksichtigt bereits eine laut Gutachten ab 2025 notwendige Erweiterung“, sagt Dirk Landwehr vom Architekturbüro Trapez. Sehr zum Wohlgefallen von Andreas Görs, Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg, die die Kreise Segeberg und Pinneberg abdeckt. „Gerade das Hamburger Umland ist eine Region in Schleswig-Holstein mit steigenden Fallzahlen von Notrufen“, zitiert ihn die Kreisverwaltung Pinneberg nach der Grundsteinlegung. Außerdem habe Görs sich aus einem anderen Grund auch noch gefreut: „Ich kann mir keine effektivere Zusammenarbeit vorstellen als Polizei und Rettungsdienst Tür an Tür.“

 Das könnte als kleiner Seitenhieb verstanden werden in Richtung Segeberger Politik. Die nämlich hatte vor Jahren durchgesetzt, dass die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst im Kreis Segeberg weiterhin von einer Leitstelle der Stadt Norderstedt aus gesteuert werden. Die drei anderen Kreise Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg haben diese Leistung ebenfalls der Leitstelle West übertragen. Das Land hatte von vornherein alle Polizeinotrufe aus allen vier Kreisen der Leitstelle in Elmshorn anvertraut.

 Dort lief nicht immer alles glatt. Der bisherige Gebäudekomplex galt nicht mehr als zeitgemäß. Medienberichten zufolge war der Brandschutz wohl nicht mehr ausreichend. Und auch die Klimatisierung der Arbeitsräume bereitete offenbar Probleme. Und wegen schwacher Lüftung in den Gebäuden mussten sogar eigens WCs in Containern auf dem Parkplatz gebaut werden.

 Außerdem hatte der ursprüngliche Gebäudebesitzer wohl finanzielle Probleme. 2013 übernahm der Kreis Pinneberg letztlich das betroffene Altgebäude.

 Der Kreis Pinneberg finanziert auch den Neubau. Fertig soll er im Winter 2017 sein, in Betrieb gehen im Sommer 2018. Knapp 20 Millionen Euro werden investiert. Hinzu kommen die Kosten für die Leitstellentechnik.

 Refinanziert wird der Bau unter anderem durch die Mietzahlungen des Landes, das für die Polizei zuständig ist.

 Die Architekten haben nach eigenen Worten großen Wert darauf gelegt, dass die Wege innerhalb des Gebäudes zwischen den Leitstellen für die Polizei und für die Rettungsdienste kurz sind. Es wird auf großen Flächen viel Glas eingesetzt. Ein zentrales Oberlicht soll außerdem wohlige Tageslichtatmosphäre schaffen. Und die „Kommunikationszone in der Mitte des Gebäude“ ist zweigeschossig und offen gestaltet.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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