23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Sicher in den vier Wänden

Tipps der Polizei Sicher in den vier Wänden

Höchst nützliche Ratschläge zum höchstmöglichen Schutz von Privatwohnungen und Geschäften vor Einbrechern erteilten etliche Sicherheitsexperten aus verschiedenen Bereichen im Bürgersaal in Bad Segeberg. Lediglich in 6 bis 7 Prozent aller registrierten Einbruchsfälle wird die Tat in Anwesenheit der Opfer verübt, und nur selten kommt es zu Gewalttätigkeiten.

Voriger Artikel
Ärztekammer zieht vorläufig um
Nächster Artikel
Weiter Blick ins Land

Polizeibeamtin Anna Maywald infomierte im Bürgersaal die Besuche, wie sie ihr Haus einbruchssicherer machen können.

Quelle: szdes

Bad Segeberg. Die Polizeidirektion Bad Segeberg mit ihrem Chef Andreas Görs hatte die Einwohnerschaft eingeladen zu einer groß angelegten Informationsveranstaltung im Rahmen des bundesweiten Tages des Einbruchsschutzes unter dem Motto „Meine vier Wände gehören meiner Familie und mir“. Der Zulauf war allerdings mäßig.

 Knapp 20 Zuhörer im großen Bürgersaal hörten von Kriminalhauptkommissar Kay Katzenmeier von der Zentralstelle für polizeiliche Prävention des Landespolizeiamtes in Kiel, dass bei einem Einbruchsversuch die ersten drei Minuten am Ort des Geschehens entscheidend sind, ob der oder die Täter Erfolg haben. Schaffen sie es in dieser Zeit, beispielsweise ein nicht besonders gesichertes Fenster aufzuhebeln, üblicherweise mit einem oder zwei simplen Schraubendrehern, wird drinnen schnell zugegriffen - nach Bargeld, Elektronikgeräten wie Computern und Smartphones, Schmuck und anderen Wertgegenständen. Binnen rund zehn Minuten machen sich erfolgreiche Einbrecher nach Erfahrungen der Polizei mit ihrer Beute aus dem Staub.

 In Schleswig-Holstein gab es 2014 nach Angaben des Kriminalisten rund 7500 gemeldete Einbrüche, vorwiegend von Gelegenheitstätern.

 Zu 80 Prozent erfolgten die Zugriffe von Einbrechern in der dunklen Jahreszeit zwischen November und Februar, tagsüber im bevorzugten Zeitraum zwischen 17 und 21 Uhr, im Sommer dagegen eher zwischen 8 und 13 Uhr.

 Von den rund 7500 Fällen in 2014 blieb es bei gut 40 Prozent beim Versuch. Die Aufklärungsquote stieg gegenüber dem Vorjahr von 10,2 auf 12,6 Prozent.

 Aus einer Statistik der Landespolizei für 2012 ging hervor, dass in 65 Prozent der aufgeklärten Fälle Wiederholungstäter am Werk waren, denen es Wohnungs- und Geschäftsinhaber einfach zu leicht gemacht hatten. Damit Gelegenheits- wie auch Berufseinbrecher gar nicht erst Beute machen können, sondern schon durch die äußeren Umstände von ihrem Vorhaben ablassen, riet der Kriminalhauptkommissar eindringlich zu Vorsorgemaßnahmen wie technischen Sicherungsmaßnahmen an Fenstern und Türen. Sinnvoll seien auch im Abwesenheitsfall wechselnde Raumbeleuchtung und beispielsweise Radio-Einschaltung mittels Zeitschaltuhren zum Vortäuschen der Anwesenheit.

 Im Falle eines Einbruchs sollten Betroffene unbedingt ruhig bleiben, lautete einer seiner Tipps. Man sollte auch nicht den Helden spielen, sondern die Konfrontation mit Tätern vermeiden, aber versuchen, die Nachbarschaft auf sich aufmerksam zu machen.

 An Ständen im Rathaus gab es weitere Informationen zum Thema. Die Opferschutz-Organisation Weißer Ring im Kreis Segeberg war ebenso vertreten wie die Feuerwehr mit Rauchmelder-Systemen, die Firmen Bartholl und BM-Land zum Thema Sicherungsmaßnahmen und die Firma Mebo mit Alarmanlagen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3