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Kein Treppensteigen mehr

Polizei in Trappenkamp Kein Treppensteigen mehr

Es ist ein Umzug von 200 Metern, den die Polizeistation Trappenkamp in drei Wochen vor sich hat, wenn sie in den bisherigen Schlecker-Markt zieht. Es sei ein Gewinn, sagt Dienststellenleiter Thorsten Bohlmann. „Endlich ist die Station barrierefrei zu erreichen.“

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Trappenkamps Polizeiführung Thorsten Bohlmann (rechts) und Sönke Nass bereiten alles vor, damit der Umzug Ende Februar in die neue Polizeistation reibungslos vonstatten geht.

Quelle: Detlef Dreessen

Trappenkamp. Bisher mussten 20 Treppenstufen überwunden werden, bis man in einer umgebauten Wohnung am Trappenkamper Markt vor der Tür der Polizisten stand. Ein Behinderten-WC: Bisher undenkbar, gab es doch nicht einmal Platz für einen Raum, in dem sich die Beamten umziehen konnten. Das Geschah im Computerraum – vor dem WC. Wohlgemerkt: Dem WC, nicht den WCs, denn getrennte Sanitärräume für die neun männlichen und zwei weiblichen Kollegen wird es in den neuen Räumen ebenfalls erstmals geben.

 Auch Wache und Büros sind nun getrennt. „Bisher mussten wir wegen des Datenschutzes Besucher draußen stehen lassen, wenn wir jemanden verhört haben“, berichtete Polizeihauptkommissar Bohlmann. Insgesamt stehen nun 300 Quadratmeter für die öffentliche Sicherheit im Amt Bornhöved zur Verfügung. Bisher waren es etwa 170.

 Auch riechen wird man den Unterschied, nicht nur wegen der frischen Farbe. Mangels getrennter Räume zogen bisher sowohl der Duft der zum Mittagessen bestellten Pizza wie von übel riechenden Betrunkenen durch die Räume. Künftig gibt es sowohl einen Aufenthaltsraum als auch einen Extraraum, in dem „Kunden“ untersucht werden können.

 Während im ehemaligen Schlecker-Markt Handwerker noch letzte Arbeiten erledigen, wird in der bisherigen Station am Markt und in der Zweigstelle der Polizei in Bornhöved schon gepackt. Mit dem Umzug, der für 23. und 24. Februar mit einem Umzugsunternehmen geplant ist, kommt ein langer Fusionsprozess an sein Ende. Bereits im Januar 2013 war beschlossen worden, die Polizeistationen Bornhöved und Trappenkamp zusammenzulegen. Die organisatorische Einheit wurde im Januar 2014 vollzogen mit dem 52-jährigen Bohlmann als gemeinsamem Leiter der Polizeistation Trappenkamp, deren Zuständigkeitsbereich sich mit dem Amt Bornhöved deckt.

 Versuche der Gemeinde Bornhöved, die Polizeistation im eigenen Ort zu behalten, waren von der Polizeiführung abgelehnt worden. Hingewiesen wurde unter anderem darauf, dass die Beamten zur Eigensicherung nur noch zu zweit ausrücken sollen. Bisher musste man sich irgendwo treffen und dann zum Einsatzort fahren. Das dauerte lange und beanspruchte zwei Fahrzeuge. Jetzt kann bei einem Anruf sofort ein Team starten.

 „Die persönlichen Ansprechpartner der Schulen bleiben erhalten“, verspricht Bohlmann. Und auch die Pappenheimer bleiben im Blick. Sogar noch besser. „Als Stationsleiter bekomme ich jetzt jeden Fall im ganzen Amt Bornhöved sofort auf den Schreibtisch.“ Nur einige ältere Kollegen in Bornhöved gehen mit gemischten Gefühlen. Man habe sich dort an alles gewöhnt, sogar daran, dass das Büro „nur über eine schiefe Treppe“ zu erreichen war.

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