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Morddrohung per Graffiti

Verwüstung in Bornhöved Morddrohung per Graffiti

Bis hin zur Morddrohung reichen die Schmierereien. Bornhöveder empören sich über zahlreiche Sachbeschädigungen, hauptsächlich durch Graffiti. Die Polizei schätzt die Zahl der Straftaten auf einen „hohen zweistelligen Bereich“.

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Die Schmierereien in Bornhöved zeigen immer wieder die Ziffern 187 – ein Code der US-Polizei. Er steht für Mord. Eine Drohung.

Quelle: Detlef Dreessen

Bornhöved. Schmierereien an der Sventana-Schule, an Stromkästen und Autos, umgeworfene Blumenkübel und Verwüstungen in Vorgärten waren in der Nacht zu Dienstag über ganz Bornhöved verteilt. Besitzern und Polizisten bot sich ein Bild der Zerstörungswut. Während die Beamten die Anzeigen aufnahmen, schimpften die Putzfrauen der Sventana-Schule über die zusätzliche Arbeit kurz vor den Ferien. „Damit sind wir bestimmt den ganzen Tag beschäftigt“, meinte Maren Poltrock. Mit Spachtel, Schwamm und Lösungsmittel rückten sie und ihre Kolleginnen der aufgesprühten Farbe zu Leibe. Gegen die Graffiti an den Wänden habe sie gar keine Chance. „Damit wird eine Spezialfirma beauftragt.“

 Am schlimmsten fand Hausmeister Jörg Schulz eine Morddrohung gegenüber einer namentlich genannten Lehrerin. „Ich töte Frau ….“, habe der Täter auf eine Scheibe geschrieben. „Das haben wir heute Morgen gleich als erstes entfernt“, berichtete der sichtlich mitgenommene Hausmeister. Der war auch auf die Eltern der Täter sauer: „Die haben ihren Kindern nicht viel Gutes mitgegeben.“

 Als Hintergrund vermutete Schulz Drogenmissbrauch: „Der war zugedröhnt.“ In den 16 Jahren, die er Hausmeister an der Sventana-Schule ist, sei dies die vierte derartige Graffiti-Verwüstung.

 Immer wieder taucht auf den Wänden die Zahl 187 auf. „Das ist ein Film aus den USA“, wusste Schulz. 187 ist bei der amerikanischen Polizei der Code für Mord – und bei Straßengangs eine verbreitete Morddrohung.

 Einen Verdächtigen hat die Polizei bereits. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen wird ein erheblicher Schadensausgleich von ihm zu tragen sein.

 Die Gesamtschadenshöhe war am Dienstag noch unbekannt. Trotz des Verdachtes gegen eine konkrete Person bittet die Polizei (04323/2600) um weitere Hinweise. Auf „eine ganze Gruppe unter Alkoholeinfluss“, tippte Polizei-Pressesprecherin Silke Westphal. „Einer alleine müsste schon einen ganz schlechten Tag gehabt haben.“

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