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Die ganze Schule feierte

Wahlstedt Die ganze Schule feierte

Blutüberströmte, aschfahle Gestalten und schaurige Skelette wandelten gestern über das Gelände der Poul-Due-Jensen-Schule. Bei strahlendem Sonnenschein wirkten sie nicht ganz so furchterregend wie im Dunkeln des Grusellabyrinths. Die Jungen und Mädchen der 5b steuerten zum Fest der Gemeinschaftsschule damit die schaurigste Attraktion bei.

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Mathieu Scharf (15) wollte beim Handtaschenweitwurf den Rekord von 17,20 Meter brechen. Er schaffte 16,60 Meter.

Wahlstedt. In der kleinen Gymnastikhalle wurden die Fenster verdunkelt, Tische zu Gängen zusammen geschoben und Hinweisschilder ausgestellt mit der Botschaft: Wer Angst hat, soll lieber draußen bleiben. Schon am Eingang sorgte ein Fühlkasten für den ersten Gruseleffekt, behängt mit schwarzem Stoff, Spinnweben und einem Totenkopf daneben. Vielen entfuhr vielen ein „iieehh“ oder „ekelig“. Einige ältere Schüler stellten hingegen nüchtern fest: „Spaghetti“ - und fanden es nicht ganz so gruselig. Manche der Jüngeren kamen mit aufgerissenen Augen aus dem Labyrinth. Max Westphal machte das Erschrecken viel Spaß. „Ganz viele haben geschrien, wenn ich den Gummifuß geschwungen habe“, freute sich der Elfjährige.

 Wesentlich entspannter ging es beim Kinderschminken zu. „Herzen sind der Renner“, berichtete Ronja Siebahn. Erfahrung im Schminken hatte die 16-Jährige nicht, aber: „Bisher klappt es ganz gut und im Buch ist eine Anleitung.“ Jede der 17 Klassen steuerte etwas zum Schulfest bei, dazu kamen noch die Freiwillige Feuerwehr Wahlstedt und das Sportmobil des Landessportbundes. Nach dem Erfolg des vergangenen Jahres entschloss sich die Schule, auch in diesem Jahr ein Fest zu veranstalten. Besonders freute sich Schulleiter Hans-Peter Hübner, dass auch acht Klassen aus den umliegenden Schulen vorbeischauten. Dank des schönen Wetters konnten viele Programmpunkte draußen stattfinden.

 Wer Hunger bekam, hatte die Wahl zwischen Waffeln, Hot Dogs und Eis. Margret Grandt und Nadine Kirbach gönnten sich erst mal eine Kugel von der Eislotte. „Es ist ein schönes Fest“, lobten sie. Besonders gut hat ihnen das Grusellabyrinth gefallen. „Die Kinder haben sich viel Mühe gegeben.“ Gut zu tun hatten auch die Jungs am Hot-Dog-Stand. Die Firma Grundfos hatte die dänischen Spezialitäten wieder gesponsert. Über 240 der Wurstbrötchen waren um kurz vor 13.30 Uhr schon weg. Geplant hatte die Firma mit 200 Stück, sodass noch mal 160 nachgeliefert werden mussten.

 Nach der Stärkung konnten die Schüler verschiedene Spiele ausprobieren. Besonders sportlich zeigte sich die Klasse 7c. Dort gab es unterschiedliche Varianten im Weitwurf. Großer Beliebtheit erfreute sich das Handtaschenweitwerfen. „Am Anfang kamen nur die Mädchen, aber mittlerweile ist der Ehrgeiz bei den Jungs erwachte, erklärte Lehrerin Tina Knüppel, die die Idee dazu hatte. Mathieu Scharf (15) aus der 8a schaffte 16,60 Meter.

 Aufklären und sich vorstellen wollten die neuen Suchtexperten der Schule. Gemeinsam mit Anke Jansen von der Ambulanten und Teilstationären Suchthilfe (ATS) hatten sie einen Stand mit alkoholfreien Cocktails aufgebaut. Lehrerin Dörte Souhr-Bongers probierte den Drink „Sweet Temptation“ und urteilte: „Sehr lecker und fruchtig.“ Am Anfang lief es eher schleppend am Stand, aber kurz vor 13 Uhr waren schon über 40 Becher verkauft. 1 Euro kostete ein Cocktail. ATS-Beraterin Jansen: „Von dem Geld wollen wir die T-Shirts für die Suchtberater finanzieren.“

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