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Musik, nicht nur leicht und luftig

Konzertring Bad Segeberg Musik, nicht nur leicht und luftig

Wenn am Sonnabend, 29. September, die neue Saison des Vereins Konzertring beginnt, kommen nicht nur - wie gewohnt - hochkarätige Künstler in die Kalkbergstadt, sondern es wird auch ein Jubiläum gefeiert: Der Verein wird in diesem Jahr 60 Jahre alt.

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Der Kaltenkirchener Gitarrist Anton Maiwald (16) gehörte zu den Landespreisträgern im Wettbewerb „Jugend musiziert“. Auch nächstes Jahr gibt es in Bad Segeberg wieder ein Preisträgerkonzert.

Quelle: Archiv

Bad Segeberg. Wegen des Jubiläums ist der Auftakt mit Bad Segebergs Kirchenmusiker Jan Simowitsch und seiner Schwester Janka Simowitsch aus Rostock, beide am Klavier, gleichzeitig auch ein Festkonzert. Zum Jubiläum wird es nicht nur eine Festschrift geben, sondern auch einen neuen Vorstand.

 Bisher arbeiten Klaus Stolzenberg (Vorsitz), Dr. Jürgen Weber (Geschäftsführung) und Dr. Sabine Tomek (Programmplanung) an der Spitze des Vereins. Stolzenberg und Weber wollen sich aus Alters- und Gesundheitsgründen zurückziehen. Wer ihre Arbeit übernimmt, soll zu der Jubiläumsveranstaltung bekanntgegeben werden. „Es gibt Interessenten, aber wir führen noch Gespräche“, berichtete Weber bei der Vorstellung des Programms im Rathaus.

 Dr. Tomek werde dem Verein allerdings wohl noch erhalten bleiben, sagte Stolzenberg. Und das sei auch sehr gut so: Denn wohl kaum jemand habe so gute und viele Kontakte zu Künstlern aus aller Welt wie sie, lobten er und Weber übereinstimmend. Dr. Tomek war früher unter anderem beim Saarländischen Rundfunk tätig und hat lange Jahre in der Künstlervermittlung gearbeitet.

 Neu ist auch, dass es in der nächsten Saison nur sieben statt wie bisher acht Konzerte gibt. Das habe Kostengründe, bedauerte Weber. Denn der Verein muss aus seinen Mitgliedsbeiträgen - jeweils 80 Euro pro Jahr - und Geld von Sponsoren seine Arbeit bestreiten. Das seien Kosten von jährlich rund 10000 bis 12000 Euro, erklärte Weber. Derzeit gehören 75 Mitglieder dem Verein an. Wie viele Organisationen seiner Art leidet auch der Konzertring unter Mangel an Neuzugängen. Der Altersschnitt ist hoch, es fehlt an jungem Nachwuchs.

 Das mag unter anderem auch an der Programmplanung liegen, die bewusst niveauvoll gehalten ist. „Wir wollen Musik vorstellen, die nicht nur leicht und luftig ist, sondern für die man auch durchaus mal was tun muss“, erläuterte Dr. Tomek. Für manche Konzerte seien Vorkenntnisse über die Werke von Nutzen. Allerdings sei es immer häufiger der Fall, dass die Künstler ihre Programme moderieren - eine gute Sache auch für ungeübte Konzertbesucher, warb Stolzenberg um mehr Publikum. Auch die geänderten Anfangszeiten sollen mehr Zuhörer anziehen: Die Konzerte beginnen im Bürgersaal des Rathauses mit einer Ausnahme dienstags nun um 19.30 Uhr - statt wie bisher eine halbe Stunde später. Das Konzert der Landespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ findet wie gewohnt an einem Sonnabend statt (16. April) und beginnt um 17 Uhr.

 Gegründet wurde der Verein 1955. In den Nachkriegsjahren wünschten sich viele Leute sehnlich kulturelle Veranstaltungen, erzählte Vorsitzender Stolzenberg: „Viele wollten gerade das, was man als ernste Musik bezeichnet.“ Und so verschrieb sich der Verein denn auch der „Pflege wertvoller Musik“, wie er es definierte. Noch heute erklingen überwiegend Programme mit Werken von Meistern aus Barock, Klassik, Romantik oder Moderne. Langjähriger Leiter war Dr. Hellmuth von Brehm, der den Verein fast 30 Jahre lang führte, bevor Stolzenberg im Jahr 2008 sein Amt übernahm.

Programm: www.konzertring-badsegeberg.de

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