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Mit 106 Jahren bestens gelaunt

Pronstorf-Reinsbek Mit 106 Jahren bestens gelaunt

Welch seltenes Fest: Zum 106. Geburtstag von Irma Kluwe gab es im Seniorenpflegeheim „Haus Waldfrieden“ eine vom Heimteam liebevoll ausgerichtete Feier mit Familienangehörigen, Mitbewohnern und dem „S.O.S.“-Feuerwehr-Chor.

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Irma Kluwe aus Reinsbek feierte im Kreis von Angehörigen, Freunden und Mitbewohnern des Hauses Waldfrieden ihren 106. Geburtstag.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Pronstorf-Reinsbek. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Das sagte sich die mit Abstand älteste Pronstorferin, nachdem sie im vergangenen Jahr anlässlich ihres 105. Geburtstages nur im kleinen Kreis gefeiert hatte.

 Schon vor zwei Jahren hatte der Feuerwehr-Chor Irma Kluwe begeistert. Die Jubilarin genoss an der festlich geschmückten Kaffeetafel im lichtdurchfluteten großen Gemeinschaftsraum die Gesänge zur Akkordeon-Musik von Carl-Heinz Broers sichtlich vergnügt. Sie spendete den zehn Männern für den Liederreigen mit Chorälen, Volks- und Heimatliedern sowie zahlreichen maritimen Stücken immer wieder Beifall und sang eine Reihe von Liedern textsicher und lautstark mit. Die musikalischen Feuerwehrleute hatten der Seniorin auch ein Gedicht gewidmet, und Lothar Baller überreichte der alten Dame eine lange Rose.

 Nach dem Spezialkonzert war es an der Zeit zur gemeinsamen Kaffeetafel mit Enkelin Monika Peine nebst Hund, ihrer Nichte Hilde Reichmann samt Sohn Manfred, einigen Mitbewohnern und Pronstorfs Bürgermeisterin Bettina Albert sowie Pastor Peter Lübbert als Ehrengästen. Wegen Erkrankung konnte die zweite Enkelin Kristine Jahn diesmal nicht teilnehmen. So verpasste sie zwangsläufig auch die Übergabe einer Glückwunsch-Urkunde im Namen von Ministerpräsident Torsten Albig an die bestens gelaunte Großmutter.

 Bürgermeisterin Albert, die wunschgemäß eine große Dose Nivea-Creme und ein dickes Rätselheft als Geschenk mitgebracht hatte, verlas den Urkundentext. Die Jubilarin nahm das Schriftstück dankend in Empfang, las den Text gleich noch einmal laut vor und zeigte sich geistig topfit, auch wenn sie inzwischen unter Schwerhörigkeit leidet. Aber damit kann sie gut leben. „In meinem Alter könnte ich mich nicht an ein Hörgerät gewöhnen.“

 Wie sie dieses hohe Alter bisher erreicht hat und so rege geblieben ist, dafür habe sie kein Geheimrezept, sagte Irma Kluwe. Immerhin so viel: Mit einem ungebrochenen Interesse an Sport- und Politsendungen im Fernsehen, an Kreuzworträtseln sowie dem Bingo-Spiel gestalte sie ihr Gedächtnistraining.

 Irma Kluwe war schon immer eine fröhliche und lebenslustige Frau, auch wenn das Schicksal ihr so manches schwere Los aufbürdete. Mit der Mutter lebte die gebürtige Hamburgerin und gelernte Plätterin lange in Rahlstedt. Ihr erster Ehemann fiel während des Zweiten Weltkriegs. Sie lernte einen neuen Mann kennen und lebte mit ihm viele Jahre in „wilder Ehe“, bis die beiden 1980 schließlich heirateten. Aber ihr zweiter Mann starb bereits acht Jahre nach der Eheschließung. Später hatte sie noch einmal einen Partner, lebte aber dann allein in ihrer eigenen Wohnung. 2009 war ihre Tochter im Alter von 76 Jahren gestorben. Seitdem ist die rüstige alte Dame im Reinsbeker „Haus Waldfrieden“ zu Hause und fühlt sich dort gut betreut.des

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