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Propsteialtenheim wird 50

Bad Segeberg Propsteialtenheim wird 50

Die Kriegerwitwe Margarete Gieger aus Ostpreußen ist doppelt so alt wie das Propsteialtenheim, in dem sie seit 2013 lebt und sich sehr wohl fühlt. Unlängst feierte die lebenslustige Frau mit Familienangehörigen und Mitbewohnern ihren 100. Geburtstag. Das Haus feiert am Donnerstag den 50.

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In der lichtdurchfluteten Eingangshalle mit Empore lässt es sich für die Bewohner gut aushalten.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Bad Segeberg. Das vor einem halben Jahrhundert am Matthias-Claudius-Weg eingeweihte Wohn- und Pflegeheim ist nun auch schon in die Jahre gekommen, wirkt aber fit und gerüstet für seine Aufgaben. In dem von der Propstei Plön/Segeberg betriebenen Haus soll das Jubiläum am Donnerstagnachmittag ab 14.30 Uhr mit einem Sommerfest gefeiert werden.

 Musikalisch durch den Nachmittag begleitet werden die Gäste von Detlef Dreessen und dem Shanty-Chor Neuengörs. Bei Musik, Kaffee und Kuchen, Überraschungen und Spanferkel-Essen können die Teilnehmer „den Sommer genießen, feiern und es sich gut gehen lassen“, verspricht Geschäftsführer Andreas Fenker.

 Zum Wohlfühlen der Heimbewohner tragen unter Regie von Fenker und Pflegedienst-Leiterin Alexandra Simon neben den rund 60 Bediensteten in Voll- und Teilzeit auch die schönen Räume in dem dreistöckigen Komplex bei. Es gibt 77 Einzelzimmer, davon 42 mit Dusche, drei mit Dusche ausgestattete Zweiraum-Appartements für Paare und ein Doppelzimmer für Kurzzeitpflege. Ihr Zuhause können sich die Bewohner mit eigenen, vertrauten Einrichtungsgegenständen gemütlich machen. Für Gäste stehen separate Zimmer zur Verfügung. Für Geselligkeiten aller Art und private Feiern können der Gesellschaftsraum für bis zu zwölf Personen oder die wintergartenähnliche Empore für bis zu 40 Personen genutzt werden. Gegessen wird im Speisesaal oder auf Wunsch im Zimmer.

 „Der Einzelne soll im Mittelpunkt stehen“, wirbt das Heim. Betreut werden Senioren aller Pflegestufen sowie Demenzkranke. Die Einrichtung übernimmt auch Palliativpflege und eine an christlichen Werten orientierte Sterbebegleitung. Jeder Einzelne werde so angenommen, wie er ist. Das Personal beziehe sein Wesen und seine Biografie mit ein. „So können wir individuelle Lösungen für Pflege und Behandlungen mit dem Ziel einer möglichst selbstständigen Lebensführung finden“, betont Fenker. Mit Angehörigen und Ärzten werde regelmäßiger Austausch gepflegt.

 Das seinerzeit durch Zuschüsse der Landesregierung, des Kreises Segeberg und der evangelisch-lutherischen Landeskirche mitfinanzierte Haus verfügt zudem über eine Fülle weiterer Service-Angebote. Dazu zählen neben freier Arztwahl ein Frisiersalon und eine Waschküche – beide hauseigen – sowie eine eigene Küche. Auch ein Computer-Raum samt Internet-Zugang steht zur Verfügung.

 Das Betreuungsangebot ist üppig: Es gibt Bingo-Nachmittage, einen Literaturkreis, Singen, Sitzgymnastik, Aquarellmalerei, Gedächtnistraining, eine Redaktion für die viermal jährlich erscheinende Heimzeitung, konfessionsübergreifende Andachten, Seelsorge, eine Begegnungsstätte am Haus, eine Handarbeitsgruppe, Ausflüge in die nähere Umgebung, Stadtfahrten mit dem hauseigenen Bus und sonntägliche Kaffee-Nachmittage. Jeden Monat finden jahreszeitlich geprägte Feste statt.

 Zu denjenigen, die diese Angebote zu schätzen wissen, zählt mittlerweile auch der namhafte Bad Segeberger Kunstmaler und Grafiker Uwe Bangert als Heimbewohner. Der Bad Segeberger Ehrenbürger kann sich noch gut an die Bauphase vor über 50 Jahren erinnern, denn Bangert war es, der einst die Grafik der Einladungskarte für das Richtfest im November 1964 gestaltet hatte. Die Einweihung des rund 1,6 Millionen Mark teuren Altenheims folgte dann am 31. August 1965 im Beisein von Dr. Friedrich Hübner, dem damaligen Bischof für den Sprengel Holstein, und dem Initiator des Bauwerks, Propst Carl Friedrich Jaeger. Dessen in Öl gemaltes Porträt (er hatte sich maßgeblich für die Errichtung des Altenheims als krönenden Abschluss eines zehnjährigen Bauprogramms der evangelischen Kirche in der Südstadt eingesetzt) hängt bis heute zur Erinnerung im lichtdurchfluteten Foyer.

 Unter der ersten Heimleiterin, Oberin Christa Kothe, gab es schon von Beginn an einen Altenheim-Ausschuss. Auch heutzutage existiert ein von den Bewohnern gewählter Heimbeirat mit Marga Wollesen als Vorsitzender und ihrer Stellvertreterin Ilse Alsleben. Sie bilden das Sprachrohr gegenüber der Heimleitung.

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