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Prozesse wegen Tierquälerei

Amtsgericht Bad Segeberg Prozesse wegen Tierquälerei

Zwei Landwirte aus Kisdorf und Todesfelde müssen sich in der nächsten Woche vor dem Amtsgericht Bad Segeberg verantworten. Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft Kiel vor, Rinderherden schlecht behandelt und damit gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben.

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Kreis Segeberg. 2014 hatte die Staatsanwaltschaft mehrere Herden beschlagnahmen und abtransportieren lassen. Sehr zum Ärger etlicher Landwirte, die gegen dieses Vorgehen protestiert hatten. Möglicherweise nicht zu Unrecht. Ob eine Kieler Staatsanwältin dabei rechtlich korrekt gearbeitet hat, prüft derzeit die Staatsanwaltschaft Itzehoe. Es gibt den Verdacht der Rechtsbeugung in zehn Fällen, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Itzehoe. Bei den Notveräußerungen der beschlagnahmten Tiere habe die Frau möglicherweise die betroffenen Landwirte vorher nicht benachrichtigt. Weitere Fälle würden geprüft.

 Der Prozess gegen einen Kisdorfer Landwirt ist für Dienstag, 28. Juli, um 9.30 Uhr in Saal 4 des Amtsgerichts Bad Segeberg angesetzt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kiel hatte der Mann von 2012 bis 2014 Rinder gehalten. Er soll sie nicht richtig ernährt, gepflegt und untergebracht haben. Jungrinder hätten bis zur Hälfte der Beine in nassem Mist gestanden. Eines sei kaum noch in der Lage gewesen aufzustehen. Manche Tiere sollen in ihrer Entwicklung zurückgeblieben sein. Obwohl Tiere krank gewesen seien, habe der Mann keinen Tierarzt gerufen. Ein Kalb habe er angeblich ohne Betäubung enthornt. Im Januar 2014 waren seine über 100 Rinder beschlagnahmt und abtransportiert worden.

 Ebenfalls Anfang 2014 waren von einem Hof in Todesfelde 150 Rinder geholt worden. Der Fall wird am Mittwoch, 29. Juli, aufgerollt. Der Landwirt soll ebenfalls seine Tiere nicht korrekt ernährt, gepflegt und untergebracht haben. Er habe für erkrankte Rinder keinen Tierarzt gerufen. Jungrinder seien hochgradig abgemagert gewesen. Rinder hätten entzündetes Eutergewebe gehabt. Die Verhandlung beginnt um 9.30 Uhr in Saal 2.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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Der Andrang im Amtsgericht Bad Segeberg gestern war groß. Viele Medienvertreter und Landwirte waren zum Prozess gegen einen Kisdorfer Landwirt gekommen, der seine Rinder schlecht behandelt haben soll. Die Verhandlung wurde allerdings vertagt.

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