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Psychiatrische Klinik wächst

Rickling Psychiatrische Klinik wächst

Immer mehr Menschen sind psychisch schwer erkrankt. Auf die rege Nachfrage reagiert das Psychiatrische Zentrum in Rickling. Zwei große Häuser werden auf dem Gelände des Lindenhofs errichtet. Ambulanz und Spezialstationen werden erweitert, neue Therapieräume und 44 neue Betten geschaffen.

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42 Einzelzimmer und ein Doppelzimmer wird der Neubau des Psychiatrischen Krankenhauses in Rickling beherbergen.

Quelle: Landesverein für Innere Mission

Rickling. Der Träger, der kirchennahe Landesverein für Innere Mission, erweitert die seit 2008 bestehende psychiatrische Institutsambulanz. Sie hilft chronisch kranken Patienten und jenen, die gerade einen Klinikaufenthalt hinter sich haben, aber von einer niedergelassenen Facharztpraxis noch nicht angemessen behandelt und psychosozial betreut werden können.

 Geholfen wird auch Menschen mit Depressionen, Schizophrenie und Essstörungen. Die Patienten profitieren von medikamentöser Behandlung, Psychotherapie oder Traumabewältigung. Auch Ergo-, Kunst- und Gestaltungstherapie stehen zur Verfügung. Nicht nur Patienten, auch Angehörige werden beraten.

 Rund 4000 Patienten finden pro Jahr Hilfe in der Institutsambulanz, knapp die Hälfte sind Menschen mit Migrationshintergrund. Ein Fachabteilung ist auf dieses kultursensible Angebot spezialisiert. Den Andrang wird immer größer.

 Durch den Erweiterungsbau verdoppelt sich die Raumfläche der Ambulanz von 411 auf 864 Quadratmeter, sagt Regina Rocca, Pressesprecherin des Landesvereins. Im Erdgeschoss des Anbaus haben sieben Therapeutenbüros, ein Gruppen- und ein Warteraum Platz, im Obergeschoss acht Therapeutenräume und ein Gruppenraum sowie behindertengerechte WCs.

 Der Landesverein für Innere Mission gibt 925000 Euro aus. Der Anbau soll ab Februar 2016 in Betrieb sein.

 Eine Folge der starken Nachfrage ist auch der Neubau am ehemaligen Standort des Hauses 3. Er wird insgesamt über 42 Einzelzimmer und ein Doppelzimmer verfügen, jeweils mit Duschbad sowie barrierefrei und behindertengerecht errichtet. Ein Teil der Betten ist für Patienten mit Migrationshintergrund vorgesehen, etwa mit türkischen, kurdischen und arabischen Wurzeln. Diese Spezialabteilung wird von zehn auf 20 Betten vergrößert.

 Behandelt werden im Neubau insbesondere ältere Menschen mit Depressionen, Angst-, Unruhe- und Verwirrtheitszuständen. Dies sind oft Folgen von körperlichen Erkrankungen, traumatischen Erlebnissen oder Verlusten. Die 2480 Quadratmeter große Gesamtfläche bietet Wohngruppen Platz. Jede Gruppe hat einen Tagungsraum und Gruppenräume.

 4,25 Millionen Euro nimmt der Landesverein in die Hand. Der Großteil wird durch Kredit finanziert. Im Sommer des nächsten Jahres soll der Neubau fertig sein.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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