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Fassungslosigkeit nach Bluttat

Reinsbek Fassungslosigkeit nach Bluttat

Nachdem ein 19-Jähriger in Reinsbek seine Eltern mit einem Beil schwer und seinen Bruder leicht verletzt haben soll, hat die Kriminalpolizei in Bad Segeberg die Ermittlungen übernommen. Der junge Mann war nach dem blutigen Streit zunächst geflüchtet und stellte sich später der Polizei.

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In diesem Haus in Reinsbek, einem Ortsteil von Pronstorf, hat sich die Tragödie ereignet.

Quelle: Andrea Hartmann

Reinsbek. Ruhig war es am Tag nach der Familientragödie im Ahornweg. Die meisten Bewohner der Sackgasse mit einigen bunt gestrichenen Häusern waren zur Arbeit oder anderweitig unterwegs. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten. Nur das rotweiße Absperrband an einem Haus mit skandinavischem Aussehen zeugte noch von der Tragödie, die sich in der Nacht zuvor in dem kleinen Dorf zwischen Westerrade und Mönkhagen abgespielt hat. Der 19-Jährige  hatte, so die bisherigen Erkenntnisse der Polizei, seine Eltern und seinen Bruder nach einem Streit mit Beil und Messer verletzt. Alle drei kamen in ein Krankenhaus. Der 19-Jährige flüchtete und konnte auch von einem Großaufgebot der Polizei nicht gefunden werden. Später in der Nacht stellte er sich gegen 3 Uhr der Polizei – in Hamburg auf der Davidwache.

Am Tag nach der Tragödie fuhr ein Polizeiwagen durch die Straße. „Es ist schlimm, dass so etwas passiert. Und dann noch vor unserer Haustür“, sagte der Beamte, der nach eigenen Angaben in der Nähe wohnt. Sich näher zu den Vorkommnissen äußern wollte er nicht. „Das machen meine Kollegen. Es ist ja noch sehr wenig klar“, sagte er.

Betroffen zeigte sich Bürgermeisterin Bettina Albert, die unterwegs zu einem Termin in der Bundeshauptstadt Berlin war. Sie wünsche der Familie baldige Genesung und bot „alle Hilfe und Unterstützung“ an. „Oft hilft eine von Herzen kommende Umarmung oder ein einfaches Zuhören, diese schwierige Situation zu bewältigen. Ich wünsche der Familie von Herzen ganz viel Kraft“, sagte die Bürgermeisterin.

Von Andrea Hartmann

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