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Kreis kündigt DRK und KBA zweites Mal

Rettungsdienst Segeberg Kreis kündigt DRK und KBA zweites Mal

Einen zweiten Anlauf nahm der Kreistag, um den Rettungsdienst im Kreis Segeberg neu zu organisieren. Er beschloss Donnerstagabend, den bisherigen Dienstleistern zu kündigen, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Verein für Krankentransporte, Behinderten- und Altenhilfe (KBA) aus Norderstedt.

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Der Kreis Segeberg baut den Rettungsdienst um. Vermutlich ab 2020 sollen DRK und KBA abtreten, übernimmt die Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) aus Heide.

Quelle: Stephan Jansen

Bad Segeberg. Nur die CDU stimmte dagegen, die anderen Fraktionen dafür, und bei zwei Enthaltungen.

Gekündigt hat der Kreistag bei dieser Abstimmung auch dem vierten Vertragspartner zum Rettungsdienst, der Stadt Norderstedt. Dies war bei der ersten Kündigung Ende 2016 vom Kreistag noch versäumt worden. Deshalb hatten DRK und KBA gegen die Kündigung von 2016 geklagt und auch vor dem Verwaltungsgericht Schleswig Erfolg gehabt.

Norderstedt soll Leitstelle behalten

Obwohl Norderstedt nun formal ebenfalls gekündigt wird, hält der Kreis daran fest, dass die Stadt die Leitstelle betreiben soll. Dieser Passus sei von der Kündigung nicht betroffen, so Landrat Jan Peter Schröder.

Wegen der zweijährigen Kündigungsfrist enden die Verträge für DRK und KBA erst zu Ende 2019. Ab 2020 könnte dann wie vom Kreis gewünscht die Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH), eine kommunale GmbH von bislang vier Holsteiner Kreisen, den Rettungsdienst übernehmen. Die RKiSH soll das Personal (rund 200 Kräfte) von DRK und KBA übernehmen, außerdem die Fahrzeuge mit der Ausrüstung und auch die Rettungswachen, die zum Teil auch dem Kreis gehören.

Ob der Kreis 2020 aber zur RKiSH wechseln kann, ist noch offen. Der KBA klagt weiter dagegen und setzt auf ein für 2018 erwartetes höchstrichterliches Urteil in ähnlich gelagerten Fällen, das der Europäische Gerichtshof fällen wird.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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