10 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Aus dem Markttreff wird nichts

Rickling Aus dem Markttreff wird nichts

Was aus der Alten Schule in Rickling wird, ist nach wie vor offen. Der Ortsentwicklungsausschuss hatte in seiner jüngsten Sitzung eine Planerin zu Gast und erfuhr: Die Konstruktion eines Markttreffs mit kleinem Laden, die die Gemeindevertreter im Blick hatten, sei wirtschaftlich nicht realisierbar.

Voriger Artikel
Wohltäter spendet 278000 Euro
Nächster Artikel
500 helfen krankem Mädchen

Das alte Schulgebäude in der Ricklinger Dorfstraße soll zum Kultur-, Bildungs- und Sozialzentrum werden.

Quelle: Detlef Dreessen

Rickling. Die Gemeindevertreter hatten zwischenzeitlich ortsansässige Händler befragt, ob solch ein Markttreff sie in ihrer Existenz gefährden würde oder ob sie ihn gar übernehmen würden und dabei positive Rückmeldungen bekommen. Doch laut Planerin Eva Müller-Meernach müssen solche Markttreffs überall im Lande von den Kommunen bezuschusst werden.

 Einen Zuschuss zu geben, kann sich allerdings in der verschuldeten Gemeinde kaum jemand vorstellen, sodass die Ausschussmitglieder sich überzeugen ließen, von dieser Idee wieder Abstand zu nehmen.

 Da allenfalls ein Kiosk zu realisieren wäre, stehen nun ganz die Themen Kultur, Bildung und Soziales im Mittelpunkt, sagte Bürgermeister Christian Thomann (ABR). Eine Mitarbeiterin des Architektenbüros Hein in Neumünster soll daher bestehende Ideen in dieser Richtung planerisch umsetzen.

 Damit wird ein neues Kapitel in der Geschichte der Alten Schule aufgeschlagen. Schon die Vorgänger-Gemeindevertretung kaufte das Gebäude dem Schulträger ab. Damals wollte man das Gebäude an den Landesverein für Innere Mission vermieten, der Schulungsräume brauchte, weil neue Ausbildungsvorschriften dies zu erfordern schienen, berichtet Thomann. Als sich dieses Vorhaben zerschlug, entstand die Vision eines Dorfzentrums – ein Ensemble aus Alter Schule, Amtsgebäude und der Ladenzeile mit Bäcker und Bank gegenüber.

 Nach Schließung der Bankfiliale und Verkauf des Amtsgebäudes habe diese Idee eines Dorfzentrums jedoch so gelitten, dass das Itzehoer Planungsbüro, das zu diesem Plan geraten hatte, inzwischen ausgestiegen sei.

 Die nun verpflichtete Planerin Eva Müller-Meernach soll ein neues Konzept erarbeiten. Bis zum Januar sollen alle, die Räume in der Schule nutzen wollen, wie die Diakonie-Sozialstation, belastbare Daten liefern. Zudem soll die Planerin die Kosten ermitteln. Dann soll endlich der Förderantrag auf den Weg gebracht werden. „Sonst“, sagte Thomann, „dauert es noch ein halbes Jahr mehr.“

 Ob dann die Zuschüsse vom Land – bis zu 750 000 Euro erhoffen die Ricklinger – fließen, sei aber noch unsicher. Rickling habe womöglich zu wenig zu bieten, was Punkte im Bewilligungsverfahren bringt, vermutet Thomann.

 Zudem hapert es offenbar an einer konstruktiven Zusammenarbeit in den gemeindlichen Gremien. Schon bei der Frage, wer seitens der Gemeinde das Projekt weiter verfolgen soll, gab es wieder Streit, wie Thomann berichtete. Während der ABR eine Projektleitungsrunde aus acht Personen vorschwebt, möchten SPD und CDU mit dem ganzen Dorfentwicklungsausschuss weiter am Thema arbeiten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3