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Bank schließt: „Eine Schande“

Rickling Bank schließt: „Eine Schande“

Dass die VR-Bank Neumünster ihre Filiale in Rickling schließen will, bringt Bürgermeister Christian Thomann auf. Offenbar zähle nur die Gewinnmaximierung, sagte er der Segeberger Zeitung: „Das schwächt den ländlichen Raum in einem Maße, das kaum auszugleichen ist.“

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Wird geschlossen: die Filiale der VR-Bank in Rickling.

Quelle: Detlef Dreessen

Rickling. Die Schließungspläne sorgten für großen Zulauf bei einer Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Wirtschaftsförderung. Etwa 70 Dorfbewohner kamen, wie Bürgermeister Thomann berichtete. Der VR-Bank-Vorstand, Dr. Rainer Bouss und Dirk Dejewski, schilderten, weshalb die Filiale geschlossen werden soll. Nachdem die Banker referiert hatten, war Thomann ohne Hoffnung: „Es ist eine Schande.“ Ältere und behinderte Menschen, denen es schwer fällt, sich mit Online-Banking zurechtzufinden, würden allein gelassen. Die Wege in die Nachbarorte Trappenkamp und Wahlstedt seien für sie zu weit. „Und das nur, damit die Dividende im kommenden Jahr von 6,5 auf 7 Prozent steigt“, schimpfte Thomann.

 Ein schwacher Trost kam kurz darauf in Form eines Zuwendungsbescheides des Landes. Damit soll eine Machbarkeitsstudie gefördert werden, die erörtert, ob ein Gemeindezentrum mit Nahversorgungscharakter in der alten Schule wirtschaftlich arbeiten kann.

 Auch der Weg zu einem Gewerbegebiet im Bereich Hohe Luft bleibt steinig. Bevor es vom Land genehmigt wird, muss erst nachgewiesen werden, dass ein entsprechender Bedarf vorliegt. Dazu soll die Amtsverwaltung Kontakt mit den Ricklinger Betrieben aufnehmen und sich mit der Wirtschaftsförderung im Kreis Segeberg zusammen setzen.

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