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Dorfhaus in der alten Schule

Rickling Dorfhaus in der alten Schule

Einen breiten Schulterschluss gab es in der Gemeindevertretung für ein Kultur, Bildungs- und Sozialzentrum in der Alten Schule. Unter welchen Bedingungen ein Konzept mit Büros, Besprechungszimmern und Veranstaltungsräumen umgesetzt werden kann, soll eine Machbarkeitsstudie zeigen.

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Das alte Schulgebäude soll Kultur-, Bildungs- und Sozialzentrum werden.

Quelle: Detlef Dreessen

Rickling. „Wir waren schon immer dafür“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Keno Jantzen, nachdem ABR-Vorstandsbeisitzer Manfred Czub ihn zu einer klaren Stellungnahme aufgefordert hatte. Die Gemeindevertretung beschloss, dazu ein Gutachterbüro mit einer Untersuchung zu beauftragen. Das sei Bedingung für die Gewährung öffentlicher Zuschüsse, erklärte Bürgermeister Christian Thomann (ABR).

 Bis das Zentrum realisiert wird, werde es vier bis fünf Jahre dauern, waren sich die Gemeindevertreter einig. So lange wird der zurzeit einzige Mieter alleine bleiben: de plattdütsche Bökeri. Sie ist schon vor einigen Jahren ins Erdgeschoss des Altbaus eingezogen. Romane und Gedichtbände, Vokabelhefte und Liederbücher stehen zu Hunderten in einem ehemaligen Klassenraum in mehreren Regalen. Einmal im Monat öffnet der Vorsitzende des Plattdütsch Vereen to Rickel, Uwe Milbrandt, die Tür, immer nach den Versammlungen des Plattdütsch Vereen.

 Gerne in seine Nachbarschaft ziehen will die Volkshochschule. Ihr wird es inzwischen zu klein in ihren bisherigen Räumen im Rethwisch 4, wie VHS-Kassenwartin Renate Schümann den Gemeindevertretern berichtete. Seminar- und Büroraum befinden sich in einem Gebäude mit dem kommunalen Bauhof – und dem fehle Platz für einen adäquaten Sozialraum, pflichtete Thomann bei.

 Nach langer Diskussion beschlossen die Gemeindevertreter mit großer Mehrheit, dass die VHS in die Räume der bisherigen VR-Bank-Filiale ziehen sollte. Im Zuge der Verhandlungen um die Schließung der Filiale hatte der Vorstand der VR-Bank angeboten, die Gemeinde könne die Zimmer für die VHS zu einer günstigen Miete nutzen.

 Unbehagen bestand gegen diese Lösung auf Seiten der CDU-Fraktion. Inklusive Nebenkosten kämen auf die Gemeinde Kosten in Höhe von etwa 700 Euro pro Monat zu, und das angesichts eines Schuldenstandes, der kaum noch in den Griff zu bekommen sei. Letztlich stimmten aber auch die Christdemokraten zu, als Thomann aus Gesprächen mit der VR-Bank berichtete, der Geldautomat bleibe nur erhalten, wenn die Räume durch die VHS genutzt würden. Aus Sicherheitsgründen müsse man den Automaten abbauen, falls keine kommunale Einrichtung einziehe. Das wäre der Fall, wenn etwa die Sozialstation Mieter würde. Damit kam der Vorschlag von Andrea Wagner-Schöttke (SPD) nicht zum Zuge, die darauf hinwies, dass auch die Sozialstation gern bald größere Räume beziehen würde.

 Um die Kosten für die Gemeinde zu minimieren, soll Thomann versuchen, von den anderen vier Mitgliedsgemeinden der VHS höhere Zuschüsse zu bekommen.

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