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Landesverein baut fleißig

Rickling Landesverein baut fleißig

Wer das Jahresfest des Landesvereins für Innere Mission – zu dem rund 10000 Besucher kamen – zu einem Rundgang über das Gelände des Lindenhofs in Rickling  nutzte, konnte den Fortschritt an den Neu- und Erweiterungsbauten bestaunen. Der Landesverein ist ein reger Bauherr.

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Im nächsten Monat will der Landesverein den Neubau zur Behandlung von älteren Patienten und Menschen mit Migrationserfahrung in Betrieb nehmen, kündigten Geschäftsführer Claus von See (links) und Direktor Andreas Kalkowski an.

Quelle: Petra Stöver

Rickling. Fertig sind die Räume der Psychiatrischen Institutsambulanz. Sie wurden erweitert und von 411 auf jetzt 864 Quadratmeter mehr als verdoppelt. Im vorigen Jahr wurde dort pro Quartal 1100 Patienten behandelt. Nach der Zeit im Krankenhaus werden sie in der Institutsambulanz vorübergehend aufgenommen, um den Übergang in eine ambulante Weiterbehandlung vorzubereiten.

 Mitte Oktober will der Landesverein den Neubau in Betrieb nehmen, der das ehemalige Haus 3 ersetzt. Das zweigeschossige, barrierefreie und behindertengerechte Haus beherbergt zwei psychiatrische Spezialstationen mit je 22 Betten. In den Räumen im Erdgeschoss sollen ältere Menschen mit Erkrankungen wie Depressionen, Angst-, Unruhe- und Verwirrtheitszuständen behandelt werden. Das Obergeschoss soll psychisch kranke Menschen mit Migrationserfahrung aufnehmen. Mitarbeiter sprechen die Sprache der Patienten und bringen ihr eigenes Verständnis von religiösen und traditionellen Wertevorstellungen mit. Die Plätze dort seien auch überregional stark nachgefragt, sagten Geschäftsführer Claus von See und Direktor Andreas Kalkowski.

 Die Pläne für den Neubau einer Aufnahmestation haben begonnen. Auf dem Papier fertig ist der Neubau des Kunsthauses, genau heißt es Ergo- und Kunsttherapiegebäude. Die Arbeiten sollen in der nächsten Woche beginnen und in einem Jahr abgeschlossen sein.

 Außerhalb Ricklings wächst der Bedarf. In der Seniorenwohnanlage Erlenhof wurden 40 vollstationäre Pflegeplätze in Betrieb genommen. In Trappenkamp entstehen 52 Betreute Wohnungen für Senioren und eine Tagespflegeeinrichtung mit bis zu 24 Plätzen.

 Am Sonntag schlenderten knapp 10000 Menschen über das Lindenhofgelände, wo der Landesverein das Jahresfest ausrichtete. Sie konnten sich nicht nur amüsieren, sondern Informationen rund um die Hilfe für suchtkranke, alte, behinderte und psychisch erkrankte Menschen mitnehmen.

 „Einander begegnen“ hieß wie immer das Motto. Mit Herz und Hirn, könnte man hinzuführen. Die Besucher trafen Stephan Kühn, Leiter des Paul-Gerhardt-Hauses in Wahlstedt. „Darf ich Ihnen ein Herz schenken?“ fragte er und ließ Taten folgen. 1500 Lebkuchenherzen hatte die Altenhilfe des Landesvereins gebacken, um auf ihre Angebote aufmerksam zu machen.

 Begegnen konnten die Besucher dem neuen Direktor Andreas Kalkowski, der das erste Fest unter seiner Verantwortung „schön bunt und aufregend“ fand. Schon das 19. Jahresfest als Geschäftsführer erlebte Claus von See, der immer noch von der „großen Freundlichkeit und Friedfertigkeit“ dieser Veranstaltung ohne Alkoholausschank schwärmt.

 Nähern durften sich die Gäste dem Kunst- und Kreativangebot des Landesvereins, während sie all den Ständen mit Leckereien, den Verkaufsbuden, den Mitmachaktionen für Kinder, den Musikern und Straßenkünstlern kaum ausweichen konnten.

 Beim Landesverein sind rund 2600 Mitarbeiter beschäftigt, er bietet in seinen Einrichtungen für psychisch erkrankte, behinderte, alte und suchtkranke Menschen zirka 4200 Plätze.

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