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Schulfrei wegen Wasserrohrbruch

Rohlstorf-Quaal Schulfrei wegen Wasserrohrbruch

Der ganze Ortsteil Quaal mit mehreren hundert Haushalten musste am Dienstagvormittag von der Wasserzufuhr abgeschnitten werden. Ein Rohr war leck. Die Grundschule Warderfelde schickte 100 Kinder frühzeitig nach Hause.

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Um das Leck beseitigen zu können, musste der Ortsteil Quaal mit mehreren hundert Haushalten von der Wasserzufuhr abgeschnitten werden.

Quelle: Gerrit Sponholz

Rohlstorf. „Um 9 Uhr hatte unser Hausmeister die Nachricht bekommen, dass die Wasserversorgung in Kürze eingestellt wird“, berichtete Schulleiterin Kathrin Domanowski. Etwa drei Stunden würde das dauern. Zu lange, um die hundert Grundschüler nicht auf Toilette gehen lassen zu können. Domanowski entschied: Schulabbruch. Über Telefonketten wurden die Eltern informiert. Die für später geplanten regulären Schulbusfahrten wurden abgesagt.

 „Das hat toll mit den Eltern geklappt“, freute sich die Rektorin. Innerhalb einer Stunde hätten die Eltern ihre Kinder abgeholt. „So viele Väter habe ich hier noch nie gesehen.“ Gegen 11 Uhr waren alle Kinder zu Hause oder bei Freunden untergekommen. Auch die offene Ganztagsschule konnte gestern Nachmittag ihren Betrieb nicht aufnehmen.

 Unterdessen waren Handwerker einer Firma aus Wahlstedt seit Tagesanbruch damit beschäftigt, die Leitung am Haus von Otto Rohweder an der Dorfstraße, Ecke Schulstraße, mit einem Bagger freizulegen. Durch die Fontäne und das auslaufende Wasser hatten sich auf der Dorfstraße schon Pfützen und durch den Frost Eisplatten gebildet. Das Problem: Der kritische Bereich konnte nicht einfach durch einen Schieber vom restlichen Wassernetz abgetrennt werden. Es war unklar, wo es im Leitungsnetz überhaupt Schieber gibt und wo die Leitungen entlang laufen.

 Denn es fehlen Zeichnungen. „Die Rohre sind viele Jahrzehnte alt“, sagt Rohweder. Damals seien die Leitungen in privater Regie einfach querfeldein gelegt worden. Erst später habe man die Rohre in die öffentliche Wasserversorgung übernommen.

 So musste die radikale Lösung her: Am Wasserwerk gleich nebenan wurde der Generalschieber zugezogen, damit die Bauarbeiter nicht in Wasserlachen ertrinken. Etwa 300 Haushalte waren zeitweilig ohne Wasser, sagt Bürgermeister Dirk Johannsen.

 In etwa eineinhalb Meter Tiefe stießen die Bauarbeiter auf das Leck. Ein Messingteil an einem Abzweig, der eine Wasserleitung zum Haus führt, war gebrochen. Es wurde durch ein T-Stück aus Kunststoff ersetzt. Nach drei Stunden, gegen 12 Uhr, war der Einsatz beendet und in ganz Quaal floss wieder das Wasser.

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Gerrit Sponholz
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