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Der ganze Ort ein Flohmarkt

Henstedt-Ulzburg Der ganze Ort ein Flohmarkt

Feilschen im ganz großen Stil war angesagt bei „HU verkauft“. An rund 800 Ständen, verteilt über fast das gesamte Gemeindegebiet, verkauften ausschließlich private Anbieter Gebrauchts. Die Hobby-Händler bildeten Norddeutschlands größte Flohmarktmeile mit mehr als 200 Standorten.

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Auf dem Grundstück ihres Einfamilienhauses an der Straße Schäferberg verkaufte Angela van Afferden (von links), deren Vanessa van Afferden sowie deren Freundin Melisa Ugur ausgemusterte Schätze aus den Kinderzimmern der beiden Mädchen.

Quelle: Alexander Christ

Henstedt-Ulzburg. Ver- und gehandelt wurde in zahlreichen Vorgärten, in Garagen, auf Grundstücksauffahrten sowie an zwölf sogenannten Hotspots, an denen mehrere Anbieter ihre Stände nebeneinander aufstellten. So beispielsweise vor dem CCU, vor dem Einrichtungshaus Hesebeck und auf dem Rhener Marktplatz.

 „Wir verkaufen Spielsachen, Kuscheltiere, Bücher und andere Sachen, die wir nicht mehr brauchen“, erklärte die zehnjährige Vanessa van Afferden, die gemeinsam mit ihrer 13-jährigen Freundin Melisa Ugur ihre Schätze aus den Kinderzimmern der beiden Mädchen im Vorgarten des Einfamilienhauses ihrer Großmutter Angela van Afferden an der Straße Schäferberg anbot.

 Dichtes Gedränge herrschte vor dem CCU. Über zwei Dutzend Stände waren hier dicht an dicht aneinandergereiht. An einem entdeckte die Henstedt-Ulzburgerin Rebecca Rogalski zwei Langspielplatten, nach denen sie schon lange gesucht hatte. „Ich habe Falcos Platte ,Jeanny’ und das Album ,Face Value’ von Phil Collins zusammen für nur 2 Euro gekauft. Alleine deswegen hat sich der Besuch gelohnt“, freute sich Rebecca Rogalski, die bei ihrer erfolgreichen Schnäppchenjagd von ihrem Lebensgefährten Boris Bobowski begleitet wurde.

 Veranstalter des Riesen-Flohmarktes waren die beiden Vereine Henstedt-Ulzburg bewegt und Henstedt-Ulzburg Marketing. Die Organisation erfolgte ehrenamtlich. Eine eigene Homepage wurde eingerichtet für Anmeldungen und Informationen. Standgebühren wurden nirgends verlangt.

 Dafür ergab sich spontan eine Hilfsaktion. „Wir haben in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, der DRK-Kleiderkammer und dem Willkommensteam eine Sammelstelle für Textilien und andre Dinge eingerichtet, die an Flüchtlinge weitergegeben werden sollen“, erklärte Mit-Organisator Frank Bueschler. Die Firma Hesebeck stellte kostenlos einen Transporter zur Verfügung, der auf einer der Parkbuchten vor der Gemeindebücherei an der Hamburger Straße platziert wurde. Dort konnten am Sonntagnachmittag Spenden abgegeben werden.

 Wer noch nicht verkaufte Flohmarktartikel verschenken möchte: Die DRK-Kleiderkammer ( Dammstücken 39) hat jeden Mittwoch von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet und nimmt gern saubere, guterhaltene Kleidung entgegen. Die Fahrradwerkstatt des ehrenamtlichen Willkommensteams würde sich über Räder und Zubehör freuen. Die Spenden können bis Freitag von 9 bis 18 Uhr im Tiedenkamp 23 im Ulzburger Gewerbegebiet abgegeben werden.

 Am Sonntag wurden im Ort aber auch etliche Verkäufe professionell abgewickelt. Denn im Gewerbepark Nord und zahlreichen anderen Geschäften im Ort hatten parallel zum Flohmarkt geöffnet.

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