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Wieder werden Möbel gebraucht

SPD Bad Segeberg Wieder werden Möbel gebraucht

Am Sonnabend, 6. Februar, beginnt die zweite Möbelspenden-Sammlung der Bad Segeberger SPD. Parteimitglieder sind von 10 bis mindestens 12 Uhr auf dem Marktplatz anzutreffen. Es wird Formulare geben, auf denen sich die Spender größerer Möbel eintragen können.

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Der Sozialausschussvorsitzende Jens Lichte (von links) und seine Mitstreiter Björn de Vries und Nikolai Klüppel organisieren zum zweiten Mal eine Möbelsammlung für Flüchtlinge. Termin: Sonnabend, 6. Februar, von 10 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Drinnen ist es irgendwie kälter als draußen. Die soziale Kälte kann es in den ehemaligen Sanitätsräumen der früheren Lettow-Vorbeck-Kaserne allerdings nicht sein, denn gerade hier ist der Stützpunkt für ein soziales Projekt: eine großangelegte Möbelsammlung der örtlichen SPD.

 Im September vergangenen Jahres hatten die Sozialdemokraten erstmals auf dem Wochenmarkt gestanden, um Kleinmöbel und andere Utensilien für Flüchtlinge entgegenzunehmen. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung sei überwältigend gewesen, schildert der Sozialausschussvorsitzende Jens Lichte. Er war zuvor von der Stadtverwaltung angesprochen worden, dass in den Wohnungen, die für Flüchtlinge eingerichtet werden, vieles gebraucht werde.

 Nikolai Klüppel, Flüchtlingsbeauftragter des SPD-Ortsvereins, entwickelte die Idee mit der Möbelsammlung. Vor 30 Jahren hatte er selbst eine Umzugsfirma betrieben; daher war ihm das Thema nicht fremd. Auch der stellvertretende Ortsvorsitzende Björn de Vries und weitere Kommunalpolitiker packten mit an.

 Zunächst einmal musste aber ein geeigneter, genügend großer Raum gefunden werden, in dem die gespendeten Gegenstände untergestellt werden können. Die Eigentümer des Levo-Parks erklärten sich bereit, für zunächst sechs Monate rund 1000 Quadratmeter auf dem Ex-Kasernengelände kostenfrei zur Verfügung zu stellen. „Es ist hier zwar kalt, aber trocken und schimmelfrei“, sagt Lichte. Die Genossen hoffen, dass sie die Räume auch über den März hinaus nutzen können.

 Kleinigkeiten nahmen die Sozialdemokraten während der fünf Stunden auf dem Markt direkt entgegen und verstauten sie auf einem kleinen Anhänger. Außerdem notierten sie sich 30 Adressen von Leuten , bei denen sie größere Möbel abholen konnten. Marcus Tohde von der gleichnamigen Autovermietung gab ihnen für diese Touren gratis einen 7,5-Tonnen-Lkw. Von der Firma Elan hatte die SPD zudem ein Schild mit der Aufschrift „Spenden für Flüchtlinge“ geschenkt bekommen.

 Der städtische Bauhof, der einen eigenen Schlüssel für das Lager im Levo-Park besitzt, konnte sich in den folgenden Monaten beim Einrichten von Flüchtlingswohnungen aus dem SPD-Fundus bedienen. „Fast der gesamte Bienenhof wurde mit unseren Sachen ausgestattet“, berichtet Lichte. Inzwischen ist das Lager bis auf ein paar Kleinigkeiten leer.

 Deshalb wird am 6. Februar erneut gesammelt. Lichte: „Wir bitten aber inständig darum, dass das, was gespendet wird, noch intakt ist.“ Nach der ersten Runde hatten die Ehrenamtler einige Gegenstände wegwerfen müssen.

 Gedacht sind die Sachen unter anderem für die geplante Flüchtlingsunterkunft an der Theodor-Storm-Straße nach dem „Kieler Modell“. Außerdem mietet die Stadt weitere Wohnungen an. Lichte: „Wir erwarten 260 Asylbewerber im Jahr 2016.“

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