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Sportstätten auf dem Wunschzettel

SV Henstedt-Ulzburg Sportstätten auf dem Wunschzettel

In der Gemeinde fehlen Sportstätten. Das hat schon ein von Politik und Verwaltung 2008 in Auftrag gegebenes Gutachten detailliert festgestellt. Nun mahnt Carsten Schittkowski für den SV Henstedt-Ulzburg an, dass Politik und Verwaltung die Empfehlungen auch umsetzen.

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Carsten Schittkowski ist Vorstandsvorsitzender des SV Henstedt-Ulzburg und mahnt die Kommunalpolitik, die Empfehlungen aus dem Gutachten auch umzusetzen.

Quelle: Archiv

Henstedt-Ulzburg. Das beauftragte Gutachter-Institut für Kooperative Planung und Sportstättenentwicklung aus Stuttgart hatte unter Regie von Dr. Stefan Eckl damals eine aufwendige Bürgerbefragung durchgeführt und 2011 unter Beteiligung von Sportvereinen, Politik und Verwaltung nicht nur den Ist-Zustand der Sportstätten in Henstedt-Ulzburg festgehalten, sondern auch Handlungsempfehlungen für die Zukunft erarbeitet.

 Ein wesentlicher Faktor der detaillierten Pläne war die Berücksichtigung der demographischen Entwicklung in der Gemeinde. Die Ausarbeitungen des Instituts sollten eigentlich kurz und mittelfristig bis 2016 umgesetzt werden. Passiert ist in den zurückliegenden fünf Jahren nichts. Unter der Last des Alltags hatte der SV Henstedt-Ulzburg im Dezember des vergangenen Jahres mit einer Befragung aller Abteilungen den Ball erneut aufgenommen und das Gutachten mit konkreten Umsetzungsplänen Politik und Verwaltung vorgelegt.

 „In Henstedt-Ulzburg besteht ein großer Bedarf an Bewegungsräumen, in denen wir eine Vielzahl von Angeboten machen können. Durch solche kleineren funktionellen Einheiten sollen die großen Sporthallen im Ort entlastet werden, und wir können für die traditionellen Sportarten wieder mehr Raum zur Verfügung stellen“, sagt SVHU-Vorstandsvorsitzender Carsten Schittkowski. Der SVHU-Vorsitzende mahnt an, dass die im Gutachten ausgearbeiteten Empfehlungen von Politik und Verwaltung umgesetzt werden.

 Beschlossene Sache ist, dass bis 2018 die Sportanlage auf dem Rhen am Schäferkampsweg zurückgebaut wird. Bis auf ein Rasenfeld und eine Leichtathletik-Kleinsportanlage, die künftig mit der Realschule gemeinsam genutzt werden soll, werden Fußballstadion, Nebenplatz und der baufällige Umkleidetrakt eingestampft. Kompensiert werden soll der SVHU mit zwei neuen Kunstrasenfeldern am Standort Bürgermeister-Steenbock-Straße und neben dem Schulzentrum an der Maurepasstraße. Zentrum des Geschehens für die Fußballabteilung soll dann künftig das Gelände rund um die Sportanlage Beckersberg sein. Dort sollen auch die Pflichtspiele der Kicker durchgeführt werden.

 Das Gutachten sagt klar aus, dass der SVHU eine Heimat braucht, eine zentrale Anlaufstelle. Der Verein müsse sich kurzfristig so aufstellen, dass er den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. „Die Turner mit all ihren Facetten sind mit rund 2500 Mitgliedern unsere bei weitem größte Gruppierung im Verein. Ihnen müssen wir die erforderlichen Sportmöglichkeiten schaffen und das möchten wir verbinden mit der Errichtung eines zentralen Sport- und Verwaltungs-Komplexes“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Auch einen Standortvorschlag hat der SVHU der Politik und Veraltung bereits übermittelt. Das alles könnte auf den brach liegenden Tennisplätzen am Bürgerpark errichtet werden. Eine eigene Geschäftsstelle nahe den Sportstätten in zentraler Lage ist der Traum der über 5000 Sportler im SVHU.

 Der vom SVHU geplante Komplex könnte auch für den Schulsport genutzt werden. „Diese Synergieeffekte sind damals bei den Beratungen ohnehin nicht ausreichend berücksichtigt worden, weil die Belange der Schulen nicht ausreichend in den Planungen berücksichtigt wurden“, sagt Schittkowski.

VON JOACHIM JAKSTAT

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