23 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Doppelhäuser machen Sorgen

Schackendorf Doppelhäuser machen Sorgen

Auf Skepsis stoßen die Pläne, auf einem knapp 1400 Quadratmeter großen Grundstück an der Hauptstraße drei Doppelhäuser zu bauen. Die Kommunalpolitiker haben Vorbehalte wegen der Größe des Komplexes auf der eher beengten Fläche und der knapp bemessenen Anzahl an Pkw-Stellflächen.

Voriger Artikel
Blaue Reflektoren spendiert
Nächster Artikel
Freies WLAN im Containerdorf

Die Schackendorfer Gemeindevertretung möchte nicht, dass auf diesem Grundstück an der Hauptstraße wie geplant drei Doppelhäuser gebaut werden. Sie befürchtet unter anderem gravierende Verkehrsprobleme durch parkende Autos.

Quelle: Thorsten Beck

Schackendorf. Die Pläne waren letzter Anstoß und Grund dafür, das die Gemeindevertretung trotz Beginn der Sommerferien noch einmal in großer Runde zusammenkam.

 Für die sechs Wohneinheiten seien nur sechs Parkplätze geplant, hieß es. Das sei unrealistisch. CDU, WGS und SPD befürchten, dass später nicht nur die Bewohner der Doppelhäuser und ihre Besucher, sondern noch weitere Autofahrer ihre Fahrzeuge entlang der gerade an dieser Stelle – wegen einer Kurve – unübersichtlichen Hauptstraße abstellen könnten. Denn die Fläche, die bebaut werden soll, wird aktuell noch als Behelfsparkplatz genutzt. Hinzu kommt, dass die beiden hinteren Häuser von der Feuerwehr im Notfall nur zu Fuß erreicht werden könnten.

 Nachdem Gespräche mit dem Investor über eine mögliche Anpassung seiner Baupläne nach den Worten von Bürgermeister Alexander Scheffler (WGS) keinen Konsens ergeben haben, geht die Gemeinde nun den Weg über die Bauleitplanung. Für ein Gebiet, das Teilbereiche von Hauptstraße, Altdorf und Twiete im alten Dorfkern umfasst, wurde die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. Und nicht nur das: Danach wurde für das selbe Areal gleich noch eine so genannte Veränderungssperre erlassen. Das bedeutet: Für die Dauer von mindestens zwei Jahren darf innerhalb des definierten Geltungsbereichs weder etwas abgerissen noch etwas neu errichtet werden.

 

 Mit ihrer Initiative möchten die Schackendorfer die Planungshoheit der Gemeinde zurückgewinnen. Die ist vor allem dort begrenzt, wo es keinen gültigen B-Plan gibt. In einem B-Plan kann eine Kommune sehr detaillierte Vorgaben machen. Ohne einen solchen Hebel dürfte sie bei der Kreisverwaltung zwar Stellung nehmen, könnte gegen die von dorterteilten Genehmigungen aber so gut wie nichts machen. Dem Investor bleibt nun natürlich weiterhin der Weg über eine Klage. Und die habe er auch schon angekündigt, wie der Bürgermeister am Rande der Sitzung sagte.

 Der Kommunalpolitik geht es bei all dem vor allem darum, den dörflichen Charakter Schackendorfs zu erhalten. Sorgen bereiten den Verantwortlichen dabei weniger die Neubaugebiete wie Wurth, Eichhorst oder Am Wanderweg, sondern vor allem ältere, früher oft landwirtschaftlich genutzte Grundstücke. Die lassen von ihrer Größe her, so die Erfahrungen etwa in Altdorf oder Twiete, nämlich auch Doppel- oder sogar Mehrfamilienhäuser zu. Und wo dem kein Bebauungsplan ausdrücklich entgegensteht, müsste die Gemeindevertretung schon sehr gewichtige Argumente ins Feld führen, um ein unliebsames Projekt noch zu verhindern.

 Der neue B-Plan mit der Nummer 10 gibt daher schon im Aufstellungsbeschluss ausdrücklich das Ziel vor, Neubauten nur „im dorftypischen Maß“ zu ermöglichen. Alle Vorhaben sollten sich am „gewachsenen städtebaulichen Bestand orientieren“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3