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ADAC sieht keinen Handlungsbedarf

Scharfe Bordsteine ADAC sieht keinen Handlungsbedarf

Seit 2015 der Bleeck in Bad Bramstedt umgebaut wurde, gibt es immer wieder Beschwerden von Autofahrern, die sich ihre Reifen an scharfen Bordsteinkanten auf dem Bleeck kaputt gefahren haben. Sogar von „Killerbordsteinen“ war schon die Rede. Nun hat der ADAC Stellung bezogen: Alles halb so schlimm.

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An den scharfen Bordsteinen bei der Raiffeisenbank haben sich schon etliche Reifen zerschnitten. Der ADAC mahnt zum vorsichtigen Einparken.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach erklärte: „Ich habe mich extra an den ADAC Schleswig-Holstein gewandt und nicht an den örtlichen, um ein unabhängiges Urteil zu bekommen.“ Auf vier dicht beschriebenen und bebilderten Seiten äußert sich Ingenieur Carsten Carstensen vom Autofahrerverband zu den kritisierten Bordsteinen an der Grüninsel vor der Raiffeisenbank. Er schlägt sich dabei überraschend nicht auf die Seite der schimpfenden Kraftfahrer. Der Gutachter stellte zwar auch fest, dass die Bordsteine „relativ scharfkantig“ sind „da sie nicht über eine Anfahrt verfügen.“ Gemeint ist damit eine leichte Abschrägung der oberen Kante, was deutlich reifen- und felgenfreundlicher ist. Außerdem notierte der Gutachter, dass die Parkplätze für eine Senkrechtaufstellung mit 2,20 Meter zu schmal geraten sind. Gemeint sind die Plätze gegenüber der Raiffeisenbank. Carstensen zitiert eine „Richtlinie für Stadtstraßen“, nach der die Stellplätze eine Mindestbreite von 2,50 Meter haben müssten. 2,30 Meter seien in Ausnahmefällen zulässig, wenn die Plätze für Dauerparker oder kleinere Fahrzeuge vorgesehen sind. Hier allerdings beobachtete der ADAC-Mann einen regen Fahrzeugwechsel. Dennoch sei das Parken möglich. Er rät zum Rückwärtseinparken. „Das ist aber bekanntlich nicht jedermanns Sache.“ Der Vorteil am Rückwärtseinparken: „Die gelenkte Achse kommt kaum mit dem Bord in Berührung.“

Die parallel zur Fahrbahn angeordneten Plätze an der Grüninsel sind ebenfalls zu schmal. Sie müssten laut Carstensen 2 Meter breit sein, messen aber nicht einmal 1,80 Meter. Auch hier gelte aber, dass gängige Pkw geparkt werden könnten, ohne das Auto am Bordstein zu beschädigen.

Generell rät Carstensen Autofahrern, die Probleme mit dem Parken bei der Raiffeisenbank haben, ihre „Fahrfertigkeiten zu optimieren oder ihr Fahrzeug an anderer Stelle abzustellen.“

Auch die politischen Gremien der Stadt, die sich bisher mit den Klagen der Autofahrer befasst hatten, zeigten wenig Bereitschaft, am Zustand etwas zu ändern. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach hatte darauf hin das ADAC-Gutachten angefordert und sieht nun auch keinen dringenden Handlungsbedarf. „Ich werde aber prüfen lassen, ob der Bauhof geeignetes Gerät hat, um die Bordsteine etwas zu entschärfen“, sagte er. Neue Bordsteine zu setzen, schließt er aber aus. Ein solcher Aufwand sei nicht gerechtfertigt.

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