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Über 1500 Mal dabei

Karl-May-Spiele Bad Segeberg Über 1500 Mal dabei

Gleich als Old Shatterhand gab er einst sein Debüt auf der Freilichtbühne - seit 1987 gehört Joshy Peters immer wieder zum Karl-May-Ensemble. Dabei wollte er zunächst gar nicht Schauspieler werden.

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...oder die Rolle, von der er schon als Kind geträumt hat: den Old Shatterhand.

Quelle: gik

Bad Segeberg. Selbst gezählt hat Joshy Peters nicht. „Ich führe keine Statistiken“, sagt der beliebte Karl-May-Schauspieler. Andere, die ihn seit Jahren immer wieder gern am Kalkberg auf der Bühne erleben, haben aber ganz genau nachgerechnet. Herausgekommen ist: Anfang des Monats absolvierte Joshy Peters im Freilichttheater seine 1500. Vorstellung.

 „Das ist schon ein Moment des Innehaltens“, sagt der 57-Jährige im Gespräch mit der Segeberger Zeitung. „Ich habe viel Lebenszeit hier verbracht – und das hat ja seinen Grund, nämlich dass ich die Arbeit hier liebe“. Eigentlich sei es dann auch gar keine „Arbeit“ mehr, sondern „eine Art Erfüllung“, betont Joshy Peters. „Man hat nicht das Gefühl, dass man etwas Dienstleistendes tut.“

 Neun Mal spielte er am Kalkberg diese Rolle; aber sie gefällt ihm so gut, dass er den edlen Westmann und Freund Winnetous immer wieder verkörpern würde. „Old Shatterhand ist eine tolle Figur“, beschreibt er seine Faszination für den Romanhelden, den der Autor Karl May geschaffen hat. Durch die Bücher habe er bereits als Kind schon ein Bild von Old Shatterhand gehabt – dann kamen die Filme, in denen Lex Barker ihn darstellte. „Ich war ein großer Lex-Barker-Fan. Diese Rolle ist wie ein Jugendtraum, den man spielen kann.“

 Joshy Peters stand in Bad Segeberg aber auch schon als Ölprinz, als kriegerischer Indianerhäuptling, als „Old Surehand, Old Firehand, als Winnetous Vater und Mörder oder sogar als Komiker auf der Bühne. 2014 war er als legendärer Buffalo Bill mit von der Partie. Auch als gewissenloser Bergwerksbesitzer Roulin, den er in diesem Jahr spielt, war er schon zu sehen – bereits 2002 hatte er diese Rolle des Schurken übernommen.

 Beinahe wäre Joshy Peters gar kein Schauspieler geworden, denn eigentlich hatte er an der Hamburger Hochschule für Musik und Darstellende Kunst den Studiengang Musik gewählt und studierte Schlagzeug. „Ich wollte Musiker werden“, berichtet er. Obwohl er heute verschiedene Musikstile mag, von Rock bis Klassik „je nach Gefühlslage“, schlug sein Herz damals sehr für den Jazz. Mit einer Band Karriere machen, Erfolg haben – das war Anfang der 1980er Jahre schon ein Weg, den er gern gegangen wäre. „Aber dann wurde die Musik im Bereich Schlagzeug immer elektronischer und ich hab einfach keine Chance mehr für mich gesehen.“

 Innerhalb der Hochschule wechselte er den Studiengang, hin zum Schauspiel. Später war er in etlichen Serien zu sehen – von den „Rettungsfliegern“ bis hin zu „Tatort“, seine Stimme ist bekannt aus Radio und Fernsehen, und auch zurzeit steht Peters viel im Synchronstudio, weil er für den Sender Sky in einer neuen italienischen Serie mit dem Titel „1992“, bei der es um die Mafia geht, eine Rolle ins Deutsche überträgt. Davor lieh er für die amerikanische Serie „The Knick“ (mit Clive Owen) einem Arzt seine deutsche Stimme. Die Serie spielt im frühen 20. Jahrhundert im Knickerbocker Hospital in New York City. In Deutschland wird „The Knick“ auf dem Pay-TV-Sender Sky Atlantic HD zu sehen sein.

 Auch in Kinofilmen war Peters zu sehen – gleich am Anfang seiner Karriere übernahm er sogar einen Part im Agententhriller „Target“ mit Gene Hackman und Matt Dillon in den Hauptrollen, Regie führte Arthur Penn. Der hatte schon Filmklassiker wie „Bonnie and Clyde“ oder „Little Big Man“ inszeniert. Als junger Schauspieler war Joshy Peters voller Ehrfurcht gegenüber diesem bekannten Regisseur, doch der war ein freundlicher netter Typ, genau wie die Schauspielergrößen Hackman oder Dillon.

 Heute blickt Joshy Peters auf eine Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Regisseuren und Schauspielerkollegen zurück. Bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg hat er einen Großteil der Zeit seiner bisherigen Berufsjahre verbracht – und hat nichts dagegen, auch weiterhin hier auf der Bühne zu stehen. Seine Fans freuen sich schon drauf, wieder die Vorstellungen bis zum nächsten Jubiläum zu zählen.

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