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So sah Krieg vor 1200 Jahren aus

Erlebniswald Trappenkamp So sah Krieg vor 1200 Jahren aus

Zwei Tage anschaulichen Geschichtsunterricht präsentierten der Erlebniswald Trappenkamp und 450 Mittelalter-Fans am Wochenende. Zehntausend Zuschauer verfolgten das Spektakel, das sich um die Schlacht bei Suentana drehte.

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Mit dem Kreuz in der einen Hand und dem Schwert in der anderen rangen Karls Truppen die Sachsen nieder.

Daldorf. Die Schlacht fand im Jahr 798 in der Region südlich von Bornhöved statt. Nachdem das Vergnügen am Sonnabend zeitweise von Regenschauern getrübt war, konnten gestern Besucher bei strahlendem Sonnenschein zusehen, wie vor 1200 Jahren Krieg geführt wurde, aber auch wie das zivile Leben aussah.

 Wo sonst Hirsche röhren, gellten Kampf- und Todesschreie durch den Erlebniswald. Noch längere Kampfszenen, noch mehr Action, noch mehr Nähe zum Publikum als bei der ersten Schlachtinszenierung im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter versprochen - und Wort gehalten.

 Dass dabei kein Blut floss, war der mehrmonatigen Vorbereitung zu verdanken. Lediglich einer der Kämpfer habe sich am Sonnabend eine Schramme an der Stirn zugezogen, berichtete Kommentator Gerald Bunz.

 Begehrt bei den Kindern waren nach dem Besuch Schwerter, Schilde und Äxte aus Holz. „Am besten haben mir die Bogenschützen gefallen“, sagte Tim (4) aus Stockelsdorf. Nicht wissend, dass die Schlacht vor 1200 Jahren kein „Event“ war, sondern brutale Realität, hinter der die Machtbestrebungen des fränkischen Herrschers Karl standen, und dass ein Mönch mit großem Kreuz in der einen Hand, mit dem Schwert in der anderen, viele Gegner erschlug.

 Friedlich ging es im Zeltlager nebenan zu, wo sich mehr als sechzig Handwerker, Händler und andere Aussteller aus dem In- und Ausland vorstellten. Selbst das Rezept für den Eintopf, den Maren Reiser über dem Lagerfeuer der Sippe „Wüstes Volk“ kochte, war historisch. „Wir kochen nur, was es damals gab, etwa Sellerie und Möhren“, erklärte die Frau aus Großenwiehe. Kartoffeln und Paprika waren tabu. „Die gab es noch nicht.“ Als Fleischbeilage grillte Carsten Nielsen aus Kiel Pute.

 Erlebniswald-Leiter Stephan Mense war glücklich über den Erfolg der Veranstaltung. „Wir denken schon an eine Wiederholung, aber eher im zweijährigen Abstand. Es soll etwas Besonderes bleiben.“

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