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Ein Platz für die Urne im Wald

Schmalensee Ein Platz für die Urne im Wald

Die Gemeinde Schmalensee denkt darüber nach, Urnenbestattungen in einem Wald auf Gemeindegebiet zu erlauben. Der Planungsausschuss der Gemeinde dafür aus, einem Investor bei der Planung einer „friedhofsähnlichen Einrichtung“ freie Hand zu lassen, wie es Ausschussvorsitzender Rüdeger Cuwie formulierte.

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Bauausschussvorsitzender Rüdeger Cuwie kann sich vorstellen, einmal in diesem Wald an der Straße nach Belau bestattet zu werden.

Quelle: Detlef Dreessen

Schmalensee. „Meine Eltern hätte es sicher gefreut, wenn sie nicht in Bornhöved, sondern in Schmalensee hätten bestattet werden können“, sagte Cuwie. Das 16000 Quadratmeter große Wäldchen, das ein Investor ins Auge gefasst hat, liegt nur wenige Meter von Cuwies Haus im Waldweg entfernt.

 Die Bestattung inmitten der Natur spreche Angehörige verschiedener Religionen an, zeigte er Verständnis für die Überlegungen. „Und der Trend geht sowieso zur Urnenbestattung – wegen der Kosten, und weil man weniger Fläche braucht.“

 Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde schon eine ähnliche Anfrage in Bezug auf das zweite Wäldchen gleich in der Nachbarschaft bekommen. Dort wollte ein Investor allerdings einen Tierfriedhof anlegen. Bevor hüben der geliebte Vierbeiner und drüben Herrchen oder Frauchen quasi in Sichtweite bestattet werden können, ist eine Änderung des Flächennutzungsplans notwendig.

 Der Wald ist ein alter Bestand, liegt im Landschaftsschutzgebiet und am Dorfökopfad.

 Bis der Betrieb so rentabel wird, dass er Gewerbesteuern abwirft, werde es aber wohl lange dauern. „Da muss viel investiert werden“, sagte Cuwie mit Blick auf Gehölz und Stubben.

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