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A20 soll nicht durch Schmalfelder Moor

Gemeinde will klagen A20 soll nicht durch Schmalfelder Moor

Die Gemeinde Schmalfeld macht ernst: Im Dauerstreitthema A20-Ausbau wollen die Gemeindevertreter gegen den geplanten Trassenverlauf durch das Schmalfelder Moor klagen. Doch ob es wirklich zu einem Verfahren kommt, scheint ungewiss, die Signale stehen auf eher auf Gespräche.

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Holger Rehder (von links), Vorsitzender im Wasser-, Wege-, und Umweltausschuss, Bürgermeister Klaus Gerdes und Jochen Bettanque aus dem Bau- und Planungsausschuss vor der Fläche, über die die A20 gebaut werden soll.

Quelle: Lutz Timm

Schmalfeld. Zuvor hatte der neue Chef im Verkehrsministerium, Bernd Buchholz (FDP), die stockenden Planungen des A20-Ausbaus zu einem Fall für die Hausspitze erklärt. Kürzlich erging der Planfeststellungsbeschluss für den vierten Bauabschnitt, den knapp 20 Kilometer langen Lückenschluss zwischen Wittenborn und der A7. Das hatte die lokalen Umweltschützer und Kommunalpolitiker auf den Plan gerufen, die sich für einen Verlauf der Autobahn weiter nördlich einsetzen. Denn: Nach den aktuellen Plänen zieht sich die A20-Trasse mitten durch die Moore in Schmalfeld, Struvenhütten und Hartenholm.

Das Moor gilt als Kohlendioxid-Speicher

„Wir verstehen nicht, warum die Autobahn direkt durch das Moor gelegt werden soll", sagte Bürgermeister Klaus Gerdes. Es gebe gute Argumente gegen den geplanten Verlauf. So habe sich Deutschland etwa beim Klimaübereinkommen von Paris zur CO2-Reduzierung verpflichtet. Moore wie das rund 200 Hektar große Sumpfgebiet in Schmalfeld spielten dabei eine besondere Rolle als Kohlendioxid-Speicher. Zudem könne der Autobahnbau den Grundwasserstrom in dem Moor zerstören, erklärt Gerdes.

Dass sich die Gemeinde jetzt zur Klage entschlossen habe, will der Bürgermeister nicht überhöhen. „Das Verkehrsministerium hat uns ein Gespräch angeboten. Darauf geben wir viel und setzen darauf, dass sich was bewegt.“

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